Planungen am Bartlhof können beginnen
Bauernhausmuseum in Amerang erhält neues Gebäude
Für das Ausstellungsgebäuade des Bauernhausmuseums in Amerang soll ein Entwurf des Architekturbüros Florian Nagler umgesetzt werden, der im Herbst 2020 den Zuschlag bekommen hatte.
Amerang – Bevor der Bau starten kann, sind Planungsarbeiten zu Architektur, Technik, Bauphysik und Statik notwendig. Hierfür hat der Bezirksausschuss in seiner jüngsten Sitzung seine Zustimmung gegeben und dafür insgesamt 350.000 Euro bereitgestellt.
Der Entscheidung für den Neubau war eine unerfreuliche Erkenntnis vorausgegangen: Vor sechs Jahren hatte sich herausgestellt, dass das Obergeschoss des Stadels Kirchweidach, in dem bis dahin der Ausstellungsraum untergebracht war, ein massives Statik-Problem hatte und den Brandschutzvorgaben nicht mehr entsprach. Die Räumlichkeiten mussten notfallmäßig gesichert werden und standen nicht mehr zur Verfügung. Umbauen war für Museum und Baureferat des Bezirks Oberbayern keine Option, da der Charakter und das Erscheinungsbild des Gebäudes dadurch zu stark gelitten hätten. Ein Neubau erschien daher sinnvoll.
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Aus zwei Gründen entschied man sich, hierfür den Wirtschaftsteil des Bartlhofs zu ersetzen. Zum einen ist der Bartlhof ein zentrales Museumsgebäude, das in der Nähe des Eingangs liegt. Zum anderen ist der Wirtschaftsteil kein Originalbau, sondern eine Nachkonstruktion aus den Anfangsjahren des Museums, und kann deswegen problemlos einem neuen Ausstellungsgebäude weichen.
Der Neubau soll aus regionalen und natürlichen Materialien errichtet werden, und entspricht damit den Leitlinien zur „Nachhaltigen Baumaterial- und Baustoffwahl“, die der Bezirk Oberbayern kürzlich beschlossen hat. Bezirkstagspräsident Josef Mederer ist begeistert von dem Entwurf: „Hier entsteht ein Gebäude, das in puncto Nachhaltigkeit Vorbildcharakter hat und ein Aushängeschild für den Bezirk Oberbayern ist.“ re/PW