Altenheime und Kliniken in Rosenheim für Besucher gesperrt: „Alle zeigen Verständnis“

Geschlossene Gesellschaft, fürs erste zumindest: In Altenheimen bleiben Mitarbeiter und Bewohner in den nächsten Tagen weitgehend unter sich. Archiv dpa
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Geschlossene Gesellschaft, fürs erste zumindest: In Altenheimen bleiben Mitarbeiter und Bewohner in den nächsten Tagen weitgehend unter sich. Archiv dpa
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In Bayern gelten seit gestern Vormittag massive Einschränkungen für Besuche in Krankenhäuser und Altenheimen. In der Region Rosenheim haben sich die betreffenden Einrichtungen das von der Staatsregierung verhängte weitgehende Besuchsverbot übernommen. Das im Altenheim der Caritas vorgesehene Wahllokal wird verlegt.

Rosenheim –In Bayern gelten seit gestern Vormittag massive Einschränkungen für Besuche in Krankenhäuser und Altenheimen. In der Region Rosenheim haben sich die betreffenden Einrichtungen das von der Staatsregierung verhängte weitgehende Besuchsverbot übernommen.

Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamts in Rosenheim, hat volles Verständnis für die von der Staatsregierung für Altenheime und Krankenhäuser vorgesehenen Maßnahmen. „Bewohner sind bei Ansteckung aufgrund ihrer Vorerkrankungen besonders gefährdet für einen schweren Krankheitsverlauf“, sagt Hierl. „Zudem kann eine Ansteckung des Personals massive Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit einer solchen Einrichtung haben.“

Extra Security Personal? Braucht‘s nicht

In Altenheimen und Krankenhäusern setzt man auf die Einsicht aller Beteiligten. Ansatzweise habe man derlei auch schon in Influenza-Zeiten erlebt, sagt Astrid Rein von den Schön-Kliniken. „Wir haben alle Patienten informiert und sie gebeten, den Angehörigen Bescheid zu sagen.“

Im Eingangsbereich der Krankenhäuser seien Informationen „wirklich gut sichtbar“ aufgehängt, desgleichen an den Eingängen zu den Stationen. Man gehe derzeit nicht davon aus, dass Security-Personal benötigt werde.

Auf einen Blick: Absagen wegen Corona

Soziale Kontakte sind notwendig

Ausnahmen sind vorgesehen. „Ethisch-soziale Kontakte, etwa wenn Kinder behandelt werden und die Eltern sie besuchen wollen, werden wir unter entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zulassen.“ Auf „das Verständnis und die Mitarbeit der Besucher“ rechnen auch die RoMed-Kliniken. Richtig kontrollieren könne man derlei nicht, Sicherheitspersonal sei nicht vorgesehen, sagt Lauretta Kölbl-Klein. „Mitarbeiter und Patienten begrüßen die Regelung sehr und haben volles Verständnis.“ Ausnahmen etwa für Kinder seien ja schließlich vorgesehen.

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Karin Stöhr, Heimleiterin des Katharinenheims in Bad Endorf: „Die Angehörigen sind in das ganze System gut integriert und eingebunden. Dass sie nicht ins Gebäude zu ihren Verwandten können, das ist ein großer Einschnitt“. Aber, das sagt auch sie: „Alle zeigen Verständnis.“ Die Sicherheit der Bewohner gehe vor. „Wir haben den Senioren von der Entwicklung berichtet. Sie sind schon traurig, haben aber auch Angst, dass sie sich etwas einfangen. Die Rücksicht untereinander ist sehr groß“, bekräftigt Stöhr.

Wie stark schadet Abschottung?

„Mir ist bewusst, dass soziale Kontakte für die Angehörigen in Alten- und Pflegeheimen sehr wichtig sind“, sagt Hierl. Im Caritas-Altenheim St. Martin in Rosenheim bleiben Besuche von engen Angehörigen etwa von „palliativen oder demenziell erkrankten“ Bewohnern erlaubt, und zwar von 10 bis 18 Uhr. „Wir lassen nur den Haupteingang offen“, so Clemens Kraus, Leiter des Altenheims, „jeder Besucher muss sich anmelden und wird zu Hygienemaßnahmen beraten.“

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Besucher müssten auch angeben, ob der Besuch wirklich notwendig sei, erklärt er, und zwar ohne Ausnahme: „Niemand kommt ungesehen in das Gebäude rein.“ Was sich noch ändert: Eigentlich war im Caritas-Altenheim auch ein Wahllokal vorgesehen. Die beiden Wahlräume für die Kommunalwahl am Sonntag, 15. März, werden nun ins Bildungszentrum St. Nikolaus an der Pettenkofer Straße 5 verlegt.

Die Cafeteria bleibe bis auf weiteres geschlossen, ansonsten aber wolle man die sozialen Kontakte zunächst erhalten. Am kommenden Montag werde man sich nochmals beraten.

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