Veolia löst 2013 DB Regio ab: Mehrzahl der Bahn-Mitarbeiter wird übernommen

Alte Gesichter in neuen Zügen

Rosenheim/Landkreis - Für tausende Bahnpendler beginnt im Dezember 2013 ein neues Zeitalter, wenn die Veolia Verkehr GmbH auf dem Schienennetz zwischen Salzburg, Kufstein und München die DB Regio als Betreiber des Personennahverkehrs ablöst. In den neuen Zügen und Servicestellen wird man aber weiterhin viele bekannte Gesichter treffen. Die Mehrzahl der rund 100 Beschäftigten der DB Regio in Rosenheim soll nämlich nach der Auflösung der Verträge mit der DB Regio von der Veolia übernommen werden. **Interview in voller Länge und Video auf rosenheim24.de**

Die Veolia, Tochter eines französischen Konzerns, bekam nach der europaweiten Ausschreibung des Rosenheimer Schienennetzes im Dezember überraschend den Zuschlag. Das Unternehmen, das seit 1998 im Mangfalltal sehr erfolgreich die Bayerische Oberlandbahn (BOB) betreibt, soll die Konkurrenz im Bewerbungspoker vor allem mit ihrem fahrgastfreundlichen Preiskonzept ausgestochen haben.

Sind nun massiver Personalabbau und Lohnkürzungen die Folge? Isidoro Peronac, bei der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft München zuständig für die Bereiche Privatbahn und Fernverkehr in Bayern, teilt diese Befürchtungen nicht. BOB-Geschäftsführer Heino Seeger habe in den Verhandlungsgesprächen erklärt, dass alle Mitarbeiter übernommen werden, sagte Peronac zu rosenheim24.de - "und das ohne Gehaltseinbußen". Aufgrund bisheriger Erfahrungen rechnet der Gewerkschafter jedoch damit, "dass schon ein paar Stellen wegfallen".

Mitarbeiter mit Beamtenstatus, die nicht entlassen werden können, habe die Veolia ebenfalls übernehmen wollen, dazu habe der Bund jedoch Nein gesagt. So kommen die Beamten um eine Versetzung, etwa nach München, nicht herum.

Den Schienennahverkehr in der Region betreibt Veolia ab 2013 unter der Marke "Meridian". Das Netz zwischen Salzburg, Kufstein und München zählt zu den lukrativsten Strecken Deutschlands. Die Fahrgastzahlen nahmen dort in den letzten Jahren um 36 Prozent zu.

ls/Oberbayerisches Volksblatt

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