Almgespräch auf dem Samerberg – vom Bauernherbst zum Wolf

Beim Almgespräch vor der Feichteckalm: (von links) Landesvorsitzender Max Bertl vom Bayerischen Trachtenverband, Hans Auer, Ehrenvorsitzender vom Tourismusverein Samerberg, und Bayernbund-Landesvorsitzender Sebastian Friesinger.
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Beim Almgespräch vor der Feichteckalm: (von links) Landesvorsitzender Max Bertl vom Bayerischen Trachtenverband, Hans Auer, Ehrenvorsitzender vom Tourismusverein Samerberg, und Bayernbund-Landesvorsitzender Sebastian Friesinger.

Samerberg –.

Schon Tradition hat das Almgespräch auf der Feichteckalm am Samerberg, zu dem Bezirksrat Sebastian Friesinger als Landesvorsitzender des Bayernbundes und als Vorsitzender des Vereins für regionale Vermarktung im Raum Rosenheim (RegRo), den Landesvorsitzenden des Bayerischen Trachtenverbandes, Max Bertl aus Wildsteig, und den Ehrenvorsitzenden des Tourismusvereins Samerberg, Hans Auer, eingeladen hatte. Aktuelle Sorgen um die Alm- und Landwirtschaft in Corona- und Wolfs-Sichtungs-Zeiten waren ebenso Themen wie die Förderung der Vermarktung regional erzeugter Produkte.

„Der Rosenheimer Bauernherbst wird trotz Corona wieder stattfinden, natürlich mit weniger Veranstaltungen und unter Berücksichtigung der Vorschriften“, sagte Friesinger. Gerade in Zeiten, in denen die Nachfrage nach regionalen Produkten steige, würden die Verbraucher auch wissen wollen, wo diese Erzeugnisse erhältlich sind. Sie wollen auch wissen „was unsere Region für den ,Urlaub dahoam‘ bietet. Erste Märkte sind bereits in Vorbereitung“, ergänzt Friesinger.

Zum aktuellen Thema Wolf erklärt er: „Der Wolf passt nicht in die Kultur- und Weide-Region, er braucht seine Ruhe und wir auch.“ Max Bertl, selbst Jäger, ergänzt dazu: „Eine besondere Gefahr entsteht in der Paarungszeit. Da reagieren Wölfe genauso anders, wie es bei Kühen mit Kälbern geschieht. Es ist echte Vorsicht geboten – auch für die Menschen.“ Zum Argument, dass bei Vieh-Schäden durch den Wolf ein Ausfall vom Staat übernommen wird, sagt er: „Eine Entschädigung gibt keinen Sinn, wenn das Leben von Tieren grausam beendet wird und der Almfrieden gestört ist.“

Hans Auer meinte zur Forderung, dass Wölfe aus Weide-Regionen entnommen werden dürfen: „Eine Duldung und das Warten auf den nächsten Schrecken sind nicht angebracht, dem Wolf muss man bei uns den Garaus machen.“

Zum Abschluss gab es noch den Hinweis, dass der Alm-Gottesdienst Anfang August entfällt. hoe

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