70000 über 65-Jährige im Landkreis Rosenheim

Bis 2025 werden im Landkreis Rosenheim nach den Worten der SPD-Bundestagsabgeordneten Angelika Graf im Landkreis Rosenheim etwa 70 000 Menschen leben, die älter als 65 Jahre sind. Dies sei gegenüber heute eine Steigerung um etwa 60 Prozent.

Rosenheim - Vor diesem Hintergrund sei es notwendig, in den Kommunen den demografischen Wandel gemeinsam zu gestalten, betonte Graf in ihrem Vortrag "Gutes Leben im Alter - Was gehört dazu?" auf der Hauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft "60plus" im SPD-Kreisverband Rosenheim-Land.

Graf, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und gleichzeitig Landesvorsitzende von "60plus" in Bayern, machte deutlich, wie sich durch die steigende Lebenserwartung des Einzelnen auch im Landkreis Rosenheim die Altersstruktur ändert.

Alle Akteure - Seniorenbeiräte, Jugendorganisationen, Familienforen, Bürgermeister und Gemeinderäte - müssten an einem runden Tisch versammelt werden, um neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Es geht unter anderem darum, die Chancen des Alters, "die geschenkten Jahre", sinnvoll zu nutzen.

Es sei bekannt, so Graf weiter, dass sich fast 50 Prozent der über 60-Jährigen freiwillig engagieren wollen. Hierfür müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, etwa durch den Ausbau von Freiwilligendiensten oder der weiteren Förderung von sozialen Stiftungen. Graf: "Der Ausbau der Seniorenwirtschaft bietet Chancen für mehr Lebensqualität bei Jung und Alt. Auf Bundesebene sind als die politischen Herausforderungen die soziale Sicherung, also Rente, Krankheit, Pflege sowie ein die Schaffung eines Arbeitsmarktes, auf dem ältere Menschen auch wirklich eine Chance haben, zu nennen."

Die Bundestagsabgeordnete räumte mit der Mär auf, dass die Krankheits- und Pflegekosten aufgrund des steigenden Alters explodieren würden. "Es ist nicht das Alter per se, sondern es sind die letzten eineinhalb Lebensjahre - unabhängig vom Alter - , die immense Krankheits- und Pflegekosten bedingen."

Bei der Vorstandsneuwahl wurden Heinz Oesterle (Feldkirchen-Westerham) als Vorsitzender und Heinz Schwarzmüller (Bruckmühl) als Stellvertreter bestätigt. Das Amt des Schriftführers übernimmt für die nächsten zwei Jahre Manfred Müller (Schechen). Beisitzer sind Herbert Kornhardt (Raubling) und Camilla Oschwald (Kiefersfelden). Als Delegierter zur Bezirkskonferenz fungiert Karl-Heinz Oschwald. Delegierte zur Landeskonferenz sind die beiden Vorsitzenden. re

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