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„Glück ist eine bewusste Entscheidung“

Zum Wohl der Kinder: Fachkongress für Kitas in Rosenheim beschäftigt sich mit dem Thema Glück

Die Hauptrednerin Maike van den Boom hielt den Eröffnungsvortrag „Ein Glück kommt selten allein“. Sie ist Bestseller-Autorin und Glücksforscherin.
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Die Hauptrednerin Maike van den Boom hielt den Eröffnungsvortrag „Ein Glück kommt selten allein“. Sie ist Bestseller-Autorin und Glücksforscherin.

Der zweite Kongress für Kindertagesbetreuung in Rosenheim beschäftigte sich vornehmlich mit dem Thema „Glück“. Eine Glücksforscherin und Bestsellerautorin fungierte als Hauptreferentin.

Rosenheim – Mit rund 500 Teilnehmern hat der zweite Kongress für Kindertagesbetreuung unter dem Titel „(M)Ein Glück“ im Kuko stattgefunden. Mitarbeiter aus Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege im Landkreis Rosenheim nahmen teil. Es gab Vorträge sowie die Möglichkeit zur Diskussion und zum Austausch. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten sich Aussteller der Branche. Das Jugendamt organisierte den Kongress.

„Kinder sind das kostbarste Gut, das wir haben“, betonte Landrat Otto Lederer. Die Leiterin des Rosenheimer Jugendamtes, Sabine Stelzmann, erklärte: „Dieser Kongress ist wichtig, um die Kindertagesbetreuung in den Fokus zu stellen.“ Das Hauptaugenmerk der Veranstaltung lag darauf, Glück aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

Mut, Fehler zu machen und daraus zu lernen

Die Autorin und Glücksforscherin Maike van den Boom sprach als Hauptreferentin. Auf der Suche nach den Wurzeln des Glücks hatte sie die 13 glücklichsten Länder der Welt bereist und rund 300 Menschen interviewt. „Glück ist eine Entscheidung“, sagte van den Boom. „Wenn du glücklich sein möchtest, bist du glücklich, ganz einfach“, zitierte sie eine mexikanische Frau. „Für ein negatives Ereignis braucht es drei positive Ereignisse, um dies zu kompensieren“, informierte van den Boom.

Glückliche Menschen seien nachweislich kreativer, innovativer und leistungsfähiger. Zum „Glücklich sein“ brauche es Mut. Mut, man selber zu sein, Mut, Fehler zu machen sowie aus diesen zu lernen und zu wachsen. Auf der anderen Seite brauche es Menschen, die einen unterstützen und stärken. Es sei wichtig, dies bereits den Kindern zu vermitteln.

Wirkung des Lachens auf den Einzelnen und die Gruppe

Die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Charmaine Liebertz sprach über die emotionalen und sozialen Wirkungen des Lachens auf den Einzelnen und die Gruppe. Laut Autor Werner Tiki Küstenmachen geht der Weg zum Glück durch das Gehirn. Brigitte Blank, Vorstandsmitglied des Vereins „Dialog Reggio“, sprach darüber, Kinder als Entdecker und Forscher zu verstehen. Sie bräuchten Orte, an denen sie sich wohlfühlen.

Buchautorin und Journalistin Dr. Christina Berndt referierte über die Resilienz als Geheimnis der psychischen Widerstandskraft. „Was ist eine glückliche Kindheit?“, fragte Psychologin Dr. Julia Berkic im Dialograum. Gisela Rieger appellierte im Workshop, das eigene Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Referentin Maria Grizelj zeigte Wege, Kindertagesstätten als Raum für seelisches Wohlbefinden zu sehen und wie Kinder gerade in Zeiten der Pandemie gestärkt werden könnten.

+++Weitere Artikel und Nachrichten aus dem Rosenheimer Land finden Sie hier.+++

Der Kongress soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. Im Landkreis Rosenheim gibt es 170 Kindertageseinrichtungen. Hinzu kommen gut 90 Tagespflegepersonen. Die insgesamt etwa 1800 pädagogischen Fach- und Ergänzungskräfte betreuen im Landkreis etwa 11.500 Kinder.

re/CLH

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