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Interview

„Wir konnten für die Jugendstil-Ausstellung auf dem Bestand aufbauen“

Dr. Olena Balun hat die Ausstellung „La Belle Époque – Zauber des Jugenstils“ in der Städtischen Galerie Rosenheim kuratiert.
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Dr. Olena Balun hat die Ausstellung „La Belle Époque – Zauber des Jugenstils“ in der Städtischen Galerie Rosenheim kuratiert.
  • VonAndreas Friedrich
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Rosenheim – In der Städtischen Galerie ist noch bis zum 1. Mai die Ausstellung „Belle Epoque – der Zauber des Jugendstils“ zu sehen. Kuratiert wurde sie von der Philologin und Kunsthistorikerin Dr. Olena Balun. Im Interview erzählt sie, wie die Idee zur Ausstellung entstanden ist und warum in der Galerie die gleiche Etagère zu sehen ist wie im Pariser Musée d‘Orsay.

Liebe Frau Dr. Balun, wie kam es zur Idee für eine Jugendstil-Ausstellung?

Dr. Olena Balun: Galerieleiterin Monika Hauser hatte die Idee, und das Schlagwort „Jugendstil“ stand recht schnell fest. Im Bestand der Galerie sind einige interessante Kunstwerke aus der Epoche – der Sammler Max Bram hat Gemälde von Franz von Stuck hinterlassen. Darauf konnten wir aufbauen.

In welchen Schritten entstand denn die Ausstellung ? Und woher stammen die Exponate?

Balun: Monika Hauser hatte Kontakte zu Sammlungen in Prien und in Neubeuern, ich konnte zum Münchner Lenbachhaus, zum dortigen Stadtmuseum und zu privaten Sammlern vermitteln. Wegen der Nähe zu München war klar, dass wir die Zeitschriften des Jugendstils integrieren wollten. Grafiken hingegen sind in der Städtischen Galerie in Rosenheim schwierig, das hängt mit Papierempfindlichkeit und Beleuchtungsverhältnissen zusammen. Die Raumaufteilung kristallisierte sich heraus. Zudem konnten wir von der Nymphenburger Porzellanmanufaktur ein kostbares Service leihen – dieses wird übrigens immer noch hergestellt, allerdings nur auf Anfrage hin. Manche Exponate wie eine Etagère stehen genauso wie in Rosenheim in berühmten internationalen Museen, wie in diesem Fall im Musée d´Orsay.

Welchen besonderen Bezug hat Rosenheim zur Epoche des Jugendstils?

Balun: Die bekannteste Einzelperson war wohl Rudolf Sieck, ein echtes Multitalent. Er hat ebenfalls für die Manufaktur in Nymphenburg gearbeitet und ist mit Exponaten in der Galerie und im Stadtarchiv vertreten. In der Stadt gibt es auch einige Häuser aus der Epoche, darunter mehrere in der Heilig-Geist-Straße, in der Prinzregentenstraße die Hausnummern 7 und 9 oder die Fassade des Hauses in Münchner Straße 11. Karl Mair wird auf örtlichen Führungen durch Rosenheim einige dieser Häuser zeigen.

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