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Kolbermoorer Orgelmittwoch

Wenn Geißen auf der Orgel tanzen

Irene Roth-Halter ließ auf der Orgel die Geißen tanzen.
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Irene Roth-Halter ließ auf der Orgel die Geißen tanzen.

Zum Start der zehnten Saison war mit Irene Roth-Halter eine Schweizer Organistin beim Kolbermoorer Orgelmittwoch zu Gast. Sie hatte Bekanntes und Beschwingtes mit im Gepäck.

Kolbermoor – Man glaubt es kaum: Der von Gerhard Franke begründete Kolbermoorer Orgelmittwoch geht jetzt schon in die zehnte Saison. Er entstand, um die damals neugebaute Orgel zu finanzieren, und der Zustrom von spielwilligen Organisten reißt nicht ab. Jetzt ist zum ersten Mal eine Organistin aus der Schweiz angereist: Irene Roth-Halter, die in Zürich und Lausanne studiert hat und jetzt Organistin in Kreuzlingen und Konstanz ist. Sie brachte, wie sie sagte, „Bekanntes und Beschwingtes“ mit.

In der Tat ist Händels „Ankunft der Königin von Saba“ und „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ nur zu bekannt, sehr bekannt ist auch das Concerto G-Dur von Vivaldi, das Bach bearbeitet hat. Fein registriert war der zweite Satz. Als echtes „Concerto“, also eine Art von Wettstreit zweier Orchestergruppen, war der dritte Satz auf zwei Manuale verteilt. Sehr geschmeidig gespielt war das Andante mit Variationen in D-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit dem Allegro brillante von Vincenzo Petrali (1832 bis 1898) schien die Orgel viel munterer zu werden: Da kracht’s und donnert’s fröhlich melodiös wie eine Jahrmarkts-Orgel – leitete doch dieser Komponist lange Zeit auch eine „Banda“, die italienische Form eines Blasorchesters.

Publikum entzückt

Beschwingt wurde es am Schluss mit Orgeltänzen der Komponistin Maja Bösch-Schildknecht (geboren 1978) in der Tradition der „Toggenburger Hausorgeltänze“. Da tanzten jetzt – den gespielten Titeln nach – die Geißen, flötete ein Hirtenbub, kam Besuch aus der Fremde, wurde im Volksliedton gebetet und am Schluss ging’s mit einem Dreher und Polkas „über Stock und Stein“. Von diesen Tänzen musste die Organistin nach heftigem Applaus des entzückten Publikums noch zwei zugeben.

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