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Fotografien von Klaus Rünagel und Gemälde von Bernhard Paul beim Künstlerkreis Neubeuern

Wenn Fotografie und Malerei korrespondieren

"GFH-02" von Bernhard Paul (links) neben "Roccostrada (Toskana)" von Klaus Rünagel.  Foto  falk
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"GFH-02" von Bernhard Paul (links) neben "Roccostrada (Toskana)" von Klaus Rünagel. Foto falk

"Fotografie und Malerei" heißt die derzeitige Ausstellung in der Galerie am Markt von Neubeuern. Als Mitglied des Künstlerkreises Neubeuern durfte der selbständige Computerfachmann und Produktionstechniker Klaus Rünagel einen Künstlerkollegen zur Ausstellung mitbringen, und seine Wahl fiel auf den freischaffenden, akademischen Maler Bernhard Paul.

Eigentlich hatten die beiden Neubeurer die Absicht, ihre Arbeiten gesondert in der Galerie anzubringen. Aber während der Hängung der Bilder stellten sie fest, dass Fotografie und Malerei perfekt korrespondieren: Pauls abstrakte Malerei ist durchgängig farbig, in der zumeist Schwarzweiß-Fotografie Rünagels hingegen existiert sie zumeist nur als Tupfer. Dies aber ist nicht von vorneherein so. Vielmehr hat der Computerfachmann die zunächst farbigen Bilder schwarzweiß gemacht und einem kleinen Detail seine Farbe belassen. So ist auf dem Bild 1 im Raum links vom Eingang der Galerie mit dem Titel "Cupramontana (Marken)" ein kleines rotes Auto inmitten einer schwarz-weißen Häuserlandschaft zu sehen. Daneben hängt Bernhard Pauls großformatiges Acrylbild auf Leinwand mit dem Titel "TYS-011". In den tropfenförmig angeordneten Farben ist das Rot des Autos wiederzufinden.

Während die farbigen Tropfen bei den Bildern von Bernhard Paul allmählich in farbige Striche übergehen, bleibt in den Fotografien Rünagels das Schwarzweiß mit farbigen Details zumeist erhalten. Doch keines der Bilder ist als Fotografie zu erkennen, sondern mutet vielmehr als Malerei an. Da sind schwarzweiße Wolkenformate zu entdecken. Eine türkisfarbene Tür ist rechts und links von Tassen umgeben: ein scheinbar profanes Motiv, doch Rünagel macht es zum Kunstwerk. "Fotografieren bedeutet, den Kopf, das Auge und das Herz auf dieselbe Visierlinie zu bringen", beschreibt er es selbst.

Und Bernhard Paul lässt sich folgendermaßen inspirieren: Er hört während des Malens klassische Musik, nach der er seine Bilder betitelt wie das Bild 5 "GFH 02".

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Zu sehen ist die Ausstellung in der Galerie am Markt bis 19. August, freitags von 18 bis 20 Uhr, samstags von 14 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 19 Uhr.

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