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Konzert der Gitarristin Yuliya Lonskaya

„Saitensprünge“ in Bad Aibling: Weltreise mit Gitarre und Gesang

Yuliya Lonskaya präsentierte eine Kombination aus hochklassigem Spiel und Vokalistik.
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Yuliya Lonskaya präsentierte eine Kombination aus hochklassigem Spiel und Vokalistik.
  • VonAndreas Friedrich
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Mit der Kombination aus hochklassigem Gitarrenspiel und Vokalistik schuf die Gitarristin Yuliya Lonskaya beim Bad Aiblinger Festival „Saitensprünge“ besondere Momente, Mit den dargebotenen Stücken unternam sie eine Reise um die Welt.

Bad Aibling – Nach dem erfolgreichen Start mit Starkonzert von Miloš Karadaglic ging es bei dem Bad Aiblinger Festival „Saitensprünge “ in die zweite Runde, abermals mit einem Solokonzert. Auf der Bühne im ausverkauften kleinen Kursaal präsentierte die belarussische Gitarristin Yuliya Lonskaya ein facettenreiches Programm mit vielen klanglichen Überraschungen und einigen besonderen „Hör-Schmankerln“. Lonskaya hatte ursprünglich an der Musikakademie in Minsk studiert und bildete sich bei Andreas von Wangenheim in Karlsruhe und bei Oscar Ghiglia in Siena fort, außerdem absolvierte sie eine Gesangsausbildung bei der brasilianischen Sängerin Viviane de Farias.

Schwarzer Kakadu in Australien

Mit der Kombination aus hochklassigem Gitarrenspiel und Vokalistik schuf sie bei ihrem Gastspiel in Aibling besondere Momente, beginnend mit einem swingigen „Frühling in New York“. Zum Kanon der klassischen Gitarre gehört Joaquin Rodrigos „Concierto de Aranjuez“, eine Passage trug Lonskaya im Stil einer französischen Chansonniere vor, mit perlenden Klängen der Gitarre, die Wasserspiele in den Gärten von Aranjuez nachahmend.

Über Klänge aus „La Traviata“ ging sie über zum Walzer „Schwarze Augen“ von Florian Hermann, einem auch schon von Django Reinhardt und Louis Armstrong interpretierten Klassiker. Lonskaya bewegte sich im Reigen ihres Konzerts auf mehrere Kontinente und ließ schelmisch einen schwarzen Kakadu durch Australien fliegen, um dann voller vokalistischer Leichtigkeit einen wunderbaren Bossa Nova („Zweiter September“) ihres Musikprofessors Andreas von Wangenheim folgen zu lassen.

Dramatisch und lautmalerisch

Sehr temperamentvoll loderte die Glut („fuoco“) auf, voller Dramatik und lautmalerisch. Mit einer Klangreise durch Südamerika setzte die charmant moderierende Künstlerin ihr Programm nach der Pause fort, zunächst mit einem durch starkes Tremolo geprägten Stück aus Paraguay („limosna para dios“), einem technisch anspruchsvollen Gitarrenstück. Über ein Lied von Mercedes Sosa („Alfonsina y el mar“) und eine „Umarmung“ („abrazo“), welches mit positiver Aufbruchstimmung an „Here comes the sun“ der Beatles erinnerte, ging es nach Argentinien und damit zum Tango. Eine der bekanntesten Melodien ist der „choclo“, volksliedhaft und melodisch. Immer wieder setzte die Yukiya Lonskaya feine Akzente mit ihrer variantenreichen Stimme und nutzte die Gitarre als Klangteppich, ohne filigranes Spiel dabei zu vernachlässigen – eine reizvolle Kombination.

Dramatik und Emphase

Höhepunkte eines poetischen Konzerts waren eine Samba ihrer Gesangslehrerin („lamentos do moro“) voller Dramatik und Emphase sowie das wunderbare „A felicidade“, ein Samba-Klassiker von Antonio Carlos Jobim, toll gesungen und mit besonders starkem Applaus des Aiblinger Publikums. Ebenso wie Miloš Karadaglic hatte sie sich für den Abschluss eine Komposition des angesagten französischen Komponisten Matthias Deplussy ausgesucht – in dem langen, komplexen Stück „la cavalade“ kombinierte sie klassische Elemente mit Flamenco – hohes Niveau, große Klasse und großer Zuspruch des Publikums.

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