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„Höchstleistung an Konzentration, Imagination und Präzision“

Wasserburger Theatertage - Wer dieses Jahr ausgezeichnet wurde

Preisträgerin Lucca Züchner freut sich auf der Bühne im Theater Wasserburg über die Auszeichnung. Neben ihr Theaterleiter Uwe Bertram.
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Preisträgerin Lucca Züchner freut sich auf der Bühne im Theater Wasserburg über die Auszeichnung. Neben ihr Theaterleiter Uwe Bertram.

Zwölf Abende lang waren von Ende April bis Anfang Mai durchgehend wechselnde Gäste im Theater Wasserburg: Die 16. Wasserburger Theatertage, auf denen wieder eine Auswahl aktueller Produktionen bayerischer Theater zu sehen gewesen sind, waren die bisher umfangreichsten ihrer Art. Um so schwerer fiel es der Jury, die Entscheidungen zu treffen

Wasserburg –.Die Auszeichnungen gehen in diesem Jahr an Schauspielerin Lucca Züchner, an Heiko Dietz vom „Theater ... und so fort“ für „The Fear of 13“ und an die Kulturbühne Spagat für die Produktion „Kitzeleien – Der Tanz der Wut“ in der Regie von Thorsten Krohn.

Sowohl die Jury als auch das Publikum waren von Lucca Züchner und ihrem Solo begeistert. Das Gremium befand ihre Gesamtleistung einhellig für auszeichnungswürdig: Sie bekommt den Darstellerpreis 2022 für ihre außergewöhnliche Leistung in „Kitzeleien – Der Tanz der Wut“. Das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro stellt der Landkreis Rosenheim.

Fulminant erzählt

Die Schauspielerin nahm die Zuschauer in dem Stück von Andréa Bescond mit in die Geschichte von Odette, die nach einem Missbrauch als Kind völlig verloren, rat- und hilflos droht, verloren zu gehen, und sich verwundert bemüht, das zur Sprache zu bringen, was ihr widerfahren ist. So tanzt sie sich verzweifelt, irritiert und wütend durch ihr Leben.

Die fulminante Erzählhaltung von Lucca Züchner, die sich ganz alleine auf einer emotionalen Achterbahnfahrt durch all diese Begegnungen befindet und die leere Bühne in entsprechende Begegnungsräume vom Tanzsaal bis zur Therapiepraxis verwandelt, befand die Jury für umwerfend: Es sei eine Höchstleistung an Konzentration, Imagination und Präzision.

Auch für die Kulturbühne Spagat aus München gab es ob dieser Kriterien einen Preis dazu – für die Inszenierung, die von Jury wie Publikum als höchstwertig ausgefertigtes Gesamtpaket anerkannt wurde. Regisseur Thorsten Krohn hat sich der Geschichte von Andréa Bescond angenommen oder – wie er bei der Preisträger-Bekanntgabe zum Abschluss der Theatertage mit großer Dankbarkeit sagte – die Geschichte dieser Frau habe ihn gefunden. Die Fassung für die deutsche Erstaufführung hat die Leiterin der Kulturbühne, Stephanie Tschunko, erarbeitet.

Lebenserzählung auf die Bühne gebracht

Heiko Dietz hat sich ebenfalls einer individuellen Lebensgeschichte angenommen: der von Nick Yarris. 22 Jahre hat er im Todestrakt verbracht. Aus seinen Erzählungen erarbeitete der Leiter des „Theater ... und so fort“ in München eine Bühnenfassung und setzte sich allein auf einen Stuhl, um von dort aus die Lebenserinnerungen des zu unrecht Verurteilten – in Begleitung der Sounds und der angedeuteten Figuren von Musiker Tobias Bosse – für alle erlebbar zu machen. Auch beim Publikum landete Heiko Dietz weit vorn.

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