Der Wandel in der Kunst

Elisabeth Schmählings„Auf dem Weg“, Öl auf Leinwand. Waltenbauer

Samerberg – „Das Thema unserer aktuellen Ausstellung war eine echte Herausforderung“, sagt der Vorsitzende des Samerberger Künstlerkreises, Hermann Erhard.

Dennoch versuchten 17 Mitglieder, das Thema „Wandlungen“ in ihren Arbeiten umzusetzen. Was in der Natur einigermaßen verständlich ist, lässt sich in der Kunst oft nicht auf Anhieb erschließen.

Mal versteckt,mal offensichtlich

Bei einigen Exponaten tut sich der Betrachter noch leicht. So bei den Ölbildern von Heinz Stahl: „Herbstwald“, „Winterlandschaft“ und „Frühling in der Filzen“ stehen für den Wandel in den Jahreszeiten. Auch Christin Wurzer lässt in ihren gegenständlichen Ölbildern keinen Zweifel offen: „Von Jung zu Alt“, „Von der Landschaft zur Kuh“ und „Von der Blume zur Frau“.

Evelyn Erhard-Stieglitz vollzieht den Wandel vom Mikrocosmos, einer Tusche auf Japanpapier, zu gegenständlichen Acrylbildern. Nicht so leicht macht es Heike Weber dem Betrachter. Ihre Mischtechniken führen von einem beschrifteten Mond zu schlichten Monden in Blau/Gelb zurück zum Text, wobei auch in den einfachen Monden die Schrift versteckt ist.

Lisa Gäbelein wandelt von einem Bild aus ihrer Schulzeit zu Aktzeichnungen neueren Datums. Vollends überrascht Dirk Waltenbauer, der sich von seinen elfenhaften Wesen getrennt hat und überaus witzige Cartoons in Tusche zeigt.

Taschner sorgtfür Furore

Mechthild Taschner sorgt mit ihrem fünfteiligen Objekt „1940“ für Furore: Ein Jutesack mit der Aufschrift 1940 aus dem Zweiten Weltkrieg und Stoffkissen, die aus einem zerschnittenen Malerkittel entstanden sind.

Auch bei Rudi Schiedermairs Keramiken hat ein Wandel stattgefunden. Aus dem großen, schwarzen Kater wurde ein kleiner schwarzer, aus der kleinen Ziege eine große. Es ist gelungen, den Wandel in der Kunst und bei den einzelnen Künstlern zu dokumentieren. Manchmal offensichtlich und manchmal versteckt.

Die Ausstellung in Grainbach am Samerberg, Oberdorf 16, ist bis 29. März freitags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

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