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FESTSPIELHAUS ERL

Von Piazzolla bis Zappa: Eröffnung von „La Guitarra“ in Erl

Am Ende spielte Julia Malischnig (Mitte) mit allen Vieren: (von links) Zoran Duki Petrit Çeku, Thomas Fellow und Reentko.
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Am Ende spielte Julia Malischnig (Mitte) mit allen Vieren: (von links) Zoran Duki Petrit Çeku, Thomas Fellow und Reentko.

Schon zum dritten Mal organisierte die Gitarristin Julia Malischnig aus Kärnten bei den Tiroler Festspielen Erl ihr Gitarrenfestival „La Guitarra“. Im Eröffnungskonzert spielte sie mit dem European Guitar Quartet ein buntes Programm quer durch alle Stile.

ErlMalischnig musizierte mit einzelnen Quartett-Mitgliedern, alleine und am Ende mit allen zusammen – und sie sang auch noch. Zuerst mit dem Gitarristen Reentko mit rauchig-sinnlicher Altstimme etwas Spanisches, dann mit allen zusammen das nur allzu bekannte „Besame mucho“. Als Zugabe spielten alle zusammen einen Rausschmeißer im Tarantella-Rhythmus mit dem Titel „Coronella“ – womit dieses Thema auch abgearbeitet war.

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Corona hatte nämlich verhindert, dass das tschechische Quartett-Mitglied Pavel Steidl anreisen konnte, wofür quasi über Nacht Petrit Çeku einsprang, ebenfalls ein Tscheche. Und der fügte sich so nahtlos in das Programm ein, dass man meinte, er sei schon immer dabei gewesen: ein ausgewiesener Profi halt.

Der kroatische Gitarrist Zoran Duki hatte die schönsten und wildesten Locken, der deutsche Thomas Fellow (ganz ohne Haare) führte sehr launig durchs Programm, sagte aber nicht alle Stücke an. Aber zumindest das Stück namens „Raffa“ von Reentko, der es als Huldigung ans Tennisspiel komponiert hat. Zuerst ging es wirklich wild hin und her, versank dann aber im Idyllischen.

Julia Mischnig spielte ein Stück alleine, in dem sie die meolodieführende Basstimme höchst sauber von den drüberliegenden zitternden Akkorden trennte. Sie und Petrit Çeku gestalteten dann ein inniges Duett und produzierten blitzsaubere Läufe, deren Sauberkeit gerade auch durch die Lautsprecher hörbar wurden. Das wie eine Passacaglia beginnende und dann hochvirtuos endende „Concierto para Quinteto“ von Astor Piazzolla spielte das Quartett, langsam-spannend anfangend, nur zu viert, „die Töne des fehlenden fünften Spielers sind überall versteckt“, ulkte Thomas Fellow. „Danza non danza“ von Reentko mit wechselnden Taktarten klang ein bisschen nach Piazzolla. Restlos begeistert war das Publikum dann von „Father O’Blivion“ von Frank Zappa, dessen rockiger Rhythmus alle mitriss.

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