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Orgel-Konzert

Von Notre Dame nach Heilig Dreifaltigkeit: Warum der „Orgel-Netrebko“ nach Kolbermoor kommt

Olivier Latry an seiner großen Orgel in der Kathedrale Notre Dame in Paris.
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Olivier Latry an seiner großen Orgel in der Kathedrale Notre Dame in Paris.

Unermüdlich ist Gerhard Franke, Kirchenmusiker aus Kolbermoor, für seine Konzertreihe „pizzicato“ auf der Suche nach Solisten, Ensembles und Künstlern, damit die beiden Orgeln in der Kirche Wiederkunft Christi und der Dreifaltigkeitskirche abbezahlt werden können. Nun ist Franke ein besonderer Clou geglückt:

Kolbermoor – Am Freitag, 8. Juli, wird in der Kolbermoorer Kirche Heilig Dreifaltigkeit der weltberühmte Organist der Kathedrale Notre Dame in Paris, Professor Olivier Latry, ein Konzert geben – und damit das Konzert nachholen, das im Januar 2021 wegen der Pandemie ausgefallen war. Karten gib es ab sofort unter www.pizzicato-kolbermoor.de.

Seine berühmte, 1733 von Antoine Calvière geschaffene und 1867 von Aristide Cavaillé-Coll überholte Orgel in Notre Dame mit 8000 Pfeifen und 115 Registern ist zwar vom Feuer weitgehend verschont geblieben, muss aber generalüberholt werden. Sie wird ausgebaut und gereinigt. Latry hat also Zeit für viele Konzerte.

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Wie ist Gerhard Franke an diesen weltberühmten Organisten gekommen? „Er hat einen fünftägigen Meisterkurs in Hamburg gegeben“, erzählt Franke, „da habe ich einen Platz bekommen. Und in diesen Tagen gab es einige Gelegenheiten, mit ihm zu ratschen, er spricht nämlich fließend Deutsch und Englisch. Er hat mir dann die Daten seiner Agentur gegeben, mit der wir sehr schnell einig wurden.“

Olivier Latry, 1962 in Boulogne-sur-Mer geboren, begann im Alter von sieben Jahren Klavier zu spielen, Orgel erlernte er ab seinem zwölften Lebensjahr. Nach seinem Orgelstudium wurde er Organist an der Kathedrale von Meaux.

1985 wurde er einer der drei Titularorganisten an der Großen Orgel der Pariser Kathedrale Notre Dame und gibt seitdem auf dem ganzen Globus gefeierte Orgelkonzerte. Latrys freies Spiel wird als mitreißend, äußerst raffiniert und technisch brillant beschrieben. Ein Kritiker bezeichnete ihn gar als „eine Art ‚Orgel-Netrebko‘: Wenn er seines Amtes waltet, gerät das Publikum in Ekstase.“ Man sollte also sich bald um Karten bemühen, wenn man ihn in Kolbermoor hören möchte.

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