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Konzert im Kuko

Von Kraken, Hexen und einem pinkfarbenen Panther

Mit Hingabe spielte Tetyana Capeyeva die Geigenmelodie aus „Schindlers Liste“.
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Mit Hingabe spielte Tetyana Capeyeva die Geigenmelodie aus „Schindlers Liste“.

Die Nürnberger Symphoniker spielen Filmmusik von Hans Zimmer, Henry Mancini und Nino Rota.

Von: Rainer W. Janka

Rosenheim – Filmmusik ist allseits so beliebt, dass auch Symphonieorchester sie gerne spielen – aber in Rosenheim nicht so beliebt, dass das Kuko gefüllt wäre. Die Nürnberger Symphoniker ließen sich davon aber nicht entmutigen und spielten mit ansteckender Freude an dem oft bombastischen Pomp dieser Musik, dabei mit rhythmischer Präzision und sich rasch aufbauender Dynamik, mit blitzenden Blechbläsern, reaktionsschnellen Holzbläsern und sattem und schwellendem Streicherklang. Der Dirigent Evan-Alexis Christ feuerte sie mit nie nachlassendem Elan an, tänzelte bisweilen die Musik vor und sparte nicht mit explosiv-knalligen Klängen.

Weite Galaxien

So ritten anfangs gleich stürmisch „Die glorreichen Sieben“ (Elmer Bernstein) ein, unsterblich auch als Marlboro-Musik geworden, und glitten Raumschiffe durch weite Galaxien in „Star-Trek“ (Jerry Goldsmith) und in dem all dies karikierenden „Traumschiff Surprise“ (Ralf Wengenmayr). Der jazzig-treibende Score von „Mission Impossible“ (Danny Elfman) trieb den Blutdruck der Zuhörer höher und „Raiders March“ aus „Indiana Jones“ (John Williams) ließ den Archäologen mit Hut und Peitsche sich in haarsträubende Abenteuer stürzen.

In „Fantastic Beasts“ (James Newton Howard), ritten virtuell Hexen über die Bühne, der Riesenkraken aus „Fluch der Karibik“ (Hans Zimmer) orgelte mit tiefen Tönen und der „Pink Panther“ (Henry Mancini) tänzelte witzig-cool in jazzigem Rhythmus dahin.

Rhythmische Raffinesse

In dem Medley aus „Westside Story“ (Leonard Bernstein) zeigten die Musiker, wie mitreißend sie die rhythmische Raffinesse beherrschten, in der Musik zu „Zurück in die Zukunft“ (Alan Silvestri), wie sie einen musikalischen Riesen-Bombast bewältigten.

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Ein paar Ruhepole gab’s: Geheimnisvoll rauschend und nur von Streichern gespielt war die Musik von Tom Tykwer zu seinem Film „Cloud Atlas“, elegisch voller Todesmelancholie und Puccini-Schmelz erklang die Musik zu „Der Pate“ (Nino Rota) und voll schmerzhafter Trauer die Geigenmelodie in „Schindlers Liste“ (John Williams), von der Konzertmeisterin Tetyana Capeyeva mit Hingabe gespielt. Wissenskundig, charmant, zielgerichtet-flott und humorvoll moderierte Cornelia Hessenauer, deren flinken Humor die Zuhörer nach der Pause schneller verstanden.

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