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Von der Dramatik der Farbe Grau

Die Wiener Künstler Andreas Tanzer (rechts) und Jeremias Altmann mit ihrem Werk „grey time“.Hoffmann
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Die Wiener Künstler Andreas Tanzer (rechts) und Jeremias Altmann mit ihrem Werk „grey time“.
  • VonFranz Hoffmann
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Wie man aus der Farbe Grau, die eigentlich keine Farbe ist, sehenswerte und teils extravagante Kunstwerke fertigen kann, zeigt die gleichnamige Ausstellung des Künstlerkollektivs „Unzone“ in der Kufsteiner Stadtgalerie „dialog“.

Kiefersfelden/Kufstein – Zum Auftakt der Vernissage sandte Organist Johannes Berger von der Festung Kufstein auf der „Heldenorgel“ einen musikalischen Gruß nach unten an die vielen aufmerksam lauschenden Besucher und Aussteller vor der Galerie.

Ausdrucksstarke Darstellungsform

In seiner Begrüßung stellte Initiator James Clay aus Kufstein die Farbe „Grau“ in den Vordergrund. „Sie verbindet die verschiedensten Materialien wie Beton, Stein, Keramik oder auch Textilien und Fotos“. Und weiter führte er aus, dass „Grau“ eine gewisse Stimmung von Trostlosigkeit, Einförmigkeit bis hin zu Dramatik erzeugt, aber auch „Nüchternheit, Sachlichkeit und Nachdenklichkeit“ sieht er in dieser Farbe, „die in der Vergangenheit in der Künstlersprache mit Ruhe in Verbindung gebracht wird“. Damit schlug der Künstler den zeitlichen Bogen, denn „aktuell kann man wieder eine Tendenz zu Grau feststellen. In Kombination mit Gelb hat das eine gewisse Eleganz und Schönheit.“

Dies bekräftigten auch die Künstler, die ihre Werke schon vorab und verbal kurz dem Publikum vorstellten und danach den Kunstinte ressierten für Fragen und Antworten zur Verfügung standen.

Für die weit mehr als 200 zu sehenden Exponate wurden nahezu alle Stoffe verarbeitet. Ob Zement, Papier, Holz, Ton, Keramik oder gar so exotisches Material wie Marmormehl und Sumpfkalk; alles fand in den Kunstwerken seine Verwendung und Bedeutung. Angefangen von Miniaturen über Fotocollagen, filigrane Skulpturen bis hin zu einem mächtigen Beton-Kubus am Eingangsbereich, alles natürlich grau in grau.

Initiator James Clay mit seinem Kunstwerk „Nagelobjekte“. Dabei hat er Holzfragmente mit Dachpappnägeln ummantelt.

Über zwei Etagen konnten sich dann die Vernissage-Gäste von der Schaffenskraft der ausstellenden 17 Künstler überzeugen, deren Werke ein nahezu weltweites Spektrum boten: Vom nahen Kiefersfelden und Kufstein bis hin aus dem fernen Ägypten reichen die Exponate.

„Wir haben extra Künstler eingeladen, die mit der Farbe Grau arbeiten“, betont Renata Seidel, Mitinitiatorin der Ausstellung.

So etwa die Wiener Künstler Andreas Tanzer und Jeremias Altmann, deren Arbeiten schon den Weg ins Kunsthistorische Museum Wien gefunden haben. Mit ihrer Gemeinschaftsarbeit „grey time“ zeigen sie in „Acryl auf Leinwand“ beeindruckende Details einer bunten Welt, auf Grau eingezoomt. Vertreten sind die Künstler, die seit dem Jahre 2013 zusammenarbeiten, „hier mit zwei großen Malereien, vier Radierungen und zwei Skulpturen“. Auch von Renata Seidel vom Künstlerkollektiv Unzone (siehe Infobox) sind mehrere Werke in der Ausstellung zu sehen. In dem Bild „Steine aus Irland“ erzeugt sie etwa mit der Farbe Grau eine ganz besondere Stimmung in der Collage.

Auf den Punkt bringt es die Kiefersfeldener Künstlerin und Mitinitiatorin Hilde Prinz (Unzone): „Mit dieser Farbe kann man wahnsinnig viel machen, in allen künstlerischen Sparten. Durch Grau entsteht eine gewisse Ruhe.“

Sie ist mit mehreren Exponaten in Kufstein vertreten und erhofft sich, zusammen mit den weiteren Verantwortlichen, „dass wir auch durch diese Ausstellung Kunstinteressierte auch ohne Kunststudium inspirieren können“. Die Ausstellung „Grau“ in der Stadtgalerie Kufstein ist jeweils von Dienstag bis Freitag von 15.30 bis 18 Uhr und samstags von 10.30 bis 13 Uhr zu besichtigen.

Mit einer Performance von Rochus Wede „Der Flötz“ am Samstag, 18. September, um 18 Uhr, schließt die Ausstellung dann ihre Pforten.

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