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Neue Ausstellung

Unwirklicher Realismus: Elizabeth Weckes beim Kunstverein Bad Aibling

Elizabeth Weckes: „Kabinettstück“, 2019 (Öl auf Nessel). Bößwetter
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Elizabeth Weckes: „Kabinettstück“, 2019 (Öl auf Nessel). Bößwetter
  • VonUte Bößwetter
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„Zwischen Himmel und Wasser“ lautet der Titel der Ausstellung, die die Malerin Elizabeth Weckes aus dem Umland von Köln derzeit in der Galerie des Alten Feuerwehrgerätehauses präsentiert.

Bad Aibling – Vom Wasser sehen wir bewegte Oberflächen, aber die Malerin geht nicht in die Tiefe. Ihr malerischer Raum liegt zwischen der Wasseroberfläche und den Wolken. Hier allerdings gibt es viel zu sehen: eine Landschaft, in der Vögel sitzen, fliegen, picken und zwitschern, blühende Blumen, die, mal übermächtig groß den Vordergrund dominieren, mal klein und zart Zurückhaltung zeigen. Bei genauem Hinsehen entdeckt man Libellen mit durchscheinenden Flügeln und Wespen auf den und um die Blüten herum. Immer ist Natur das Thema, der Mensch tritt nicht in Erscheinung.

Vogel- und Blumenwelten

Es ist ein eigenwilliger Realismus, mit dem Elizabeth Weckes ihre Vogel- und Blumenwelten zur Schau stellt, denn obwohl naturgetreu gemalt, haftet ihnen etwas Unwirkliches an. Das mag an der intensiven Farbgestaltung liegen – Öl auf Nessel ist ihre Arbeitsweise – aber auch an den Größenverhältnissen der Objekte zueinander. Eine große „Wilde Karde“ – jeder Stachel detailliert gemalt – blüht im Vordergrund, während nach hinten versetzt ein klein dargestellter Vogel das Bild belebt. Die Wirklichkeit ist leicht verschoben, der Realismus nur scheinbar existent.

Ausgestopfte Vögel als Motiv

All diese Bilder erscheinen dem Betrachter prall von Leben. Aber wie so oft ist der Tod nicht weit. Zu den Exponaten gehören zwei große Bilder, die ausgestopfte Vögel zeigen. Steifbeinig und mit gerade gerecktem Hals stehen sie da. Sie bewohnen alte Kabinette, historische Behälter aus Holz und Glas - Raritäten, wie man sie in Naturkundemuseen findet. Auf ihren Reisen hat die Künstlerin sie entdeckt und naturgetreu im Bild wiedergegeben. So naturgetreu, dass der Betrachter Schlüsse auf den Raum, in dem sie stehen, ziehen kann. Hineingemalt sind die detaillierten Spiegelungen der Wand gegenüber einschließlich der Hand der Künstlerin, die die Kamera hält.

An den nächsten zwei Wochenenden ist die Galerie im Alten Feuerwehrhaus geöffnet. Nach Weihnachten wird der Infektionslage gemäß neu über die Öffnungszeiten entschieden.

Die Galerie des Kunstvereins Bad Aibling im Alten Feuerwehrgerätehaus ist dieses und nächste Wochenende geöffnet, Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Aktuelle Informationen unter Telefon 0 80 61/ 93 80 52 oder per E-Mail an kontakt@kunstverein-bad-aibling. de. In der Galerie gilt die 2G-Regel.

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