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Tierische Lieder und die Loreley

ChorleiterinAnja Schwarze-Janka (Mitte rechts) huldigt dem Moderator Philipp Bachmann (Mitte links).  fkn
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ChorleiterinAnja Schwarze-Janka (Mitte rechts) huldigt dem Moderator Philipp Bachmann (Mitte links). fkn

Die Singfreude der Menschen hierzulande ist groß, und so hat bald jeder Ort seinen Chor – ja mitunter sogar mehrere. Auf jeden Fall: Es handelt sich um Kultur im besten Sinne, ohne billige Mache, ohne Anbiederung an angeblichen Publikumsgeschmack.

Jedes Ensemble ist - Gott sei Dank – anders geartet, hat seine eigenen Klangvorstellungen, Zielrichtungen. So findet Anja Schwarze-Janka mit „Inn-Harmony“, ihre ganz eigene Art zu wirken, füllt, wie man heute so sagt ,„Marktlücken“: Ist es Pop, ist es musikalisch-literarisches Kabarett, ist es gar konventionell Kirchliches?

Anja Schwarze-Janka hat all dies nicht nötig. Sie und ihr Chor können singen; ja, sie sind auch mit allen Wassern heute gängiger rhythmischer Usancen gewaschen. Dank Edlings Kulturkreis gab es einen bunten Abend im Kripp nerhaus dessen Motto war aus Heinrich Heines poetischen Auslassungen zur Schöpfungsgeschichte übertragen und das lautete: „Nach dem Menschen mach ich Affen“. Und was machte das Ensemble daraus?

Ein paar Lieder aus dem Schatz der „Comedian Harmonists“, dann ging es zurück um 500 Jahre. Auch damals zündete der Humor und der Rhythmus! Ohne stilistischen Bruch bedauern zu müssen, trat dann Heinrich Heine ins Programm: Loreley kämmte ihr Haar auf der Bühne, Anja Schwarze-Janka begleitete am Klavier und Philipp Bachmann, ein Tenor aus dem Chor, mimte voll Bedeutungsschwere den Gesang der Nixe dazu.

Zu den Auslassungen Heines hatte Ulli Führe aus Freiburg recht schmissige musikalische Couplets für den Chor verfasst: Das war beste Unterhaltungskultur. Und dem Motto entsprechend kleideten sich manche der Choristen in Tierfelle oder -umhüllungen. Heinrich Heine hätte dies wohl gefallen, er, der Aussteiger unter den Romantikern!

Dies alles wäre sicher nicht möglich gewesen ohne Anja Schwarze-Jankas souveräne Begleitung am E-Klavier, ohne ihre mitreißende Dirigierhand, ohne die humorvolle Moderierung durch Philipp Bachmann.

Man plant keine Tournee mit diesem Programm, bleibt bescheiden im Raum Wasserburg und Umgebung. Doch „ankommen“ würde dieses Ensemble auch außerhalb der engeren Region! en

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