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Im Rosenheimer Ballhaus

Spitzenjazz im Doppelpack

Eine der angesagten Formationen in Deutschland: das Leo Betzl Trio.
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Eine der angesagten Formationen in Deutschland: das Leo Betzl Trio.
  • VonAndreas Friedrich
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„Wo seid Ihr denn alle ?“, war man versucht zu fragen angesichts des dünn besetzten Ballhaus-Saals beim Jazz-Doppelkonzert mit „Cat´s Table“ und dem „Leo Betzl Trio“.

Rosenheim –Gerade Letzteres ist deutschlandweit eine der angesagten Formationen, knapp vor der Pandemie füllten sie mit ihrem elektrisierenden akustischen Techno in München noch große Hallen und in Rosenheim mit einem unglaublich intensiven Konzert immerhin den örtlichen Jazzclub. Die Gäste und die Bands ließen sich jedoch nicht den Abend verderben – warum auch ?

Frische Formation

Den Einstieg besorgte die noch recht frische Formation „Cat´s Table“ um den Rosenheimer Saxofonisten Tom Reinbrecht, Meister seines Fachs und bekannt für seinen „funky“ Ton. Entsprechend druckvoll ging das Quintett denn auch von Beginn an zu Werke, und zu spielerischen Allüren am Gebläse gesellte sich noch ein brillant gespieltes E-Gitarrensolo aus den Händen von Ferdinand Kirner. Im zweiten Stück „Bitter Sweet“ ging nach dem Impuls vom Saxofon der Staffelstab an die Rhythmussektion, die der Aufforderung mit Freuden nachkam. Igor Kljucic am Bass, Christian Lettner am Schlagwerk und der in der regionalen Jazzszene ebenfalls bestens bekannte Jan Eschke am Keyboard sorgten mit knackigen Rhythmen für leidlich Power auf der Bühne. Der „Sonnenbrand“, eine soulige Ballade, wirkte im Zusammenspiel mit grünem Bühnennebel effektvoll, wie auch das brillante Solo von Jan Eschke auf seiner Tastatur.

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Temperamentvoll und dynamisch

Guter Start also mit Tom Reinbrechts „Cat´s Table“, temperamentvoll und dynamisch. Dann „LBT“: Bereits im Bühnen-Interview vorm Auftritt gab Bassist Maximilian Hirning einige griffige Statements ab zu seinem Verhältnis zur Techno-Musik, über den Aufbau von längeren Techno-Linien und dem Gemeinschaftserlebnis zwischen Band und meist tanzendem Publikum.

Und dann die Praxis: Quasi aus dem Stand heraus und ohne den bei längeren Konzerten ersten, jazzigeren Teil entwickelt das Trio ein fulminantes Sound-Gewitter, der in die Beine fuhr und das Adrenalin durchwirbelte. Leo Betzl wechselte vom Piano zu einem exotischen Röhrenaufbau und Sebastian Wolfgruber turnte an seinem Schlagzeug wie ein Leistungssportler, während Hirning seinen Bass mal zupfte, dann wieder mit dem Bogen oder mit Klöppeln bearbeitete. Eine Dreiviertelstunde akustischer, intensiv dargebotener, Wahnsinns-Tanz-Technosound – tatsächlich riss es doch einige von den Sitzen, tolles Konzert !

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