ÖFFNUNGSZEITEN

Spannungsfeld zwischen Zeichnung und Malerei

In der Ausstellungvon Ernst Jani und Jutta Mayr dreht sich alles um Zeichnung und Malerei. riedl

Neubeuern –. Ernst Jani, ein autodidaktischer Maler und Zeichner, Literat und Kabarettist aus Laufen, folgte gerne der Einladung der Neubeu rer Künstlerin Jutta Mayr zu einer gemeinsamen Ausstellung in der „Alten Raiffeisen“ in Neubeuern.

Jutta Mayr und Ernst Jani präsentieren Arbeiten, die nur schwer eindeutig der Zeichnung oder der Malerei zuzuordnen sind. Im Vordergrund steht bei beiden als künstlerisches Mittel die Linie und die Intuition beim Malen und Zeichnen. Nach ihren eigenen Aussagen ist bei Jutta Mayr die Linie nicht Hilfsmittel um etwas zu beschreiben, sie selbst ist die Erzählung. Der leere Raum enthält, was nicht gesprochen werden will und kann. In fünf Minuten bringt sie die wesentlichen Merkmale zu Papier. Mehr als das äußere Abbild inte ressiert sie die Verfassung des vor ihr befindlichen Modells. In der Zeichnung gibt es für sie nur die Wirklichkeit des Augenblicks. Auch die gemalten Bilder auf Leinwand sind von vielen linearen Elementen durchzogen und wollen nicht Abbild sein, sondern Ausdruck innerer Erfahrung.

Mit den Worten, dass die aquarellierten Arbeiten auf Papier von rhythmisierenden Linien getragen sind, die an Kompositionen von großer Leichtigkeit erinnern, beschrieb Herbert Stahl in seiner Rede zur Ausstellungseröffnung die Bilder von Ernst Jani. Auf die Frage, was er mit seiner Malerei bezwecke, sagt Ernst Jani: „Linien, Formen und Farben sollen miteinander korrespondieren und schauen, ob sie sich etwas zu sagen haben. Und ob sie im Idealfall zu einer Qualität finden, die Rückmeldungen provozieren“. Die Bilder von Ernst Jani entstehen ebenfalls fast immer intuitiv und impulsiv. Er wählt nicht bekannte Formen, ungewöhnlich erscheinende malerische Bewegungsabläufe und fordert damit die Imagina tionsfähigkeit der Betrachter heraus.

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