Sonderausstellung „In Memoriam. Euthanasie“ bis Juni verlängert

Ernst Lossa kommt mit 13 Jahrenin eine Heil- und Pflegeanstalt und wird dort Zeuge der NS-Patientenmorde. Auch ihm gilt die Sonderausstellung „In Memoriam“.

Wasserburg – Das Museum Wasserburg ist wieder geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr.

Auch am Pfingstmontag steht das Museum allen offen.

Ein Hygienekonzept sorgt für einen sicheren und weitgehend einschränkungsfreien Besuch von Familien, Älteren und Freunden. Führungen und Veranstaltungen können allerdings vorerst nicht angeboten werden. Die aktuelle Sonderausstellung „In Memoriam. Euthanasie“ im Nationalsozialismus“ wurde bis zum Sonntag, 21. Juni, verlängert.

In der Ausstellung werden anhand von Texten, Schriftstücken, Fotografien und Videointerviews mit Zeitzeugen die verschiedenen Phasen des NS-Vernichtungsprogramms wie die „Aktion T4“, das Hungersterben und Tötungen durch Medikamente dargestellt.

Die Dokumente zeigen auch unterschiedliche Opfergruppen – Erwachsene, Kinder und Zwangsarbeiter –, die Reaktion von Angehörigen sowie die Haltung der Ärzte und die Auseinandersetzung mit den Verbrechen in der Nachkriegszeit. Originaldokumente lassen einzelne Schicksale nachvollziehbar werden und geben den Opfern ein Gesicht und eine Geschichte.

Eine lokale Ergänzung bildet die Schilderung der historischen Ereignisse in den Wasserburger Einrichtungen Gabersee und Attl (wir berichteten).

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