Schwarzer Schimmel auf Toast

Kaffkiez aus Rosenheim überrascht auch auf der neuenSingle mit ihren außergewöhnlichen Texten.
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Kaffkiez aus Rosenheim überrascht auch auf der neuenSingle mit ihren außergewöhnlichen Texten.

Rosenheim – „Heute wünsch ich Dir getrost schwarzen Schimmel aufm Toast“ – auf eine solche Textzeile muss man erst mal kommen.

Der gehässige Reim gehört zu der neuen Single „Nie allein“ von der Rosenheimer Band Kaffkiez, und diese will damit so richtig durchstarten. Viele Hörer und Besucher der Livekonzertszene in der Innstadt kennen die fünf Jungs vielleicht noch unter ihrem alten Bandnamen „Maybe“: Gespielt haben sie unter anderem auf dem Starkbierfest, dem Triangelball, im P2 und beim Hubbi in Hemhof und kamen mit tanzbarem Sound beim Publikum gut an.

Kaffkiez tauften sie sich wegen der Herkunft vom flachen Land („eine Hommage an den Arsch der Welt“), während Kiez die Anspielung auf die Großstadt ist („wo die Reise gern hingehen darf“). Jetzt geht der Fokus auf Songs mit deutschen Texten, die Single „Nie allein“ gibt es schon auf Youtube als Video zu sehen. Der Dreiminüter ist von David Gottwald professionell produziert und clever geschnitten und zeigt die Band auf einem Sportflugplatz und drumrum, im Auto, im Wald und einer wunderbar zerfallenen Hütte. Wer Film und Texte aufmerksam verfolgt, findet viele kleine Anspielungen in den Bildern, die sich auf den Text beziehen: Zur Zeile „mit nem andern Typen in der Tür“ gilt die Gestik der Tür der Hütte, zu „lach Dir ins Gesicht“ präsentiert die Kamera ein grinsendes Bandmitglied und vieles mehr. Die Stimme von Sänger und Gitarrist Johannes erinnert an Sven Regener, eigenes Vorbild ist AnnenMayKantereit. Niklas Mayer sorgt an den Drums für knackige Beats, Florian Weinberger spielt Gitarre, Benedikt Vodermayer den Bass und Johannes Gottwald wirkt am Keyboard. Dazu gehört „Mastermind“ Yanik Schüttler als Ideengeber, der sich auch um Demos kümmert. Freilich zwingt die Corona-Krise die Band zu unfreiwilliger Pause, die die Musiker kreativ nutzen. Dann darf es aber wieder live losgehen: Zur Freude der Fans mit ihrem Sound, der abgeht, und ihren guten Texten. Andreas Friedrich

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