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Zum Tod von Gerlinde Krauß

Bei einer Reise nach Assisi inspiriert von italienischen Fresken

Die Malerin mit einer ihrer Katzen.
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Die Malerin mit einer ihrer Katzen.

Die Rosenheimer Malerin Gerline Krauß ist am Ostersamstag gestorben. Freunde planen ein Werksverzeichnis, eine Biographie und eine Ausstellung.

Rosenheim/Kehlheim – Die Rosenheimer Malerin Gerlinde Krauß ist in einem Kelheimer Seniorenheim gestorben. Geboren am 27. Januar 1941 in Kolbermoor, wuchs sie bei ihrer Großmutter in Rosenheim auf. Nach der mittleren Reife machte sie eine Ausbildung zur Kindergärtnerin, arbeitete in Rom und beim Kreisjugendamt in München.

1963 verbot ein Arzt ihr nach einer schweren Stimmbandentzündung zu sprechen. Gerlinde Krauß suchte nach einem anderen Ausdrucksmittel und entdeckte die Malerei. Ihre ländlichen Szenen waren geprägt von ihrer bayerischen Heimat und ihrem christlichen Glauben. 1965 verkaufte sie über die Züricher Galerie Wolfensberger ihr erstes Bild.

Entwicklung über sechs Jahrzehnte

Das malerische Können der Autodidaktin durchlief während der sechs Jahrzehnte ihres Schaffens eine deutliche Entwicklung. Mit kräftigen Farben malte sie zunächst heitere, kleinteilige Wimmelbilder. Später traten die klaren Kompositionen mit Landschaften oder Gebäuden in den Hintergrund. Stattdessen prägten Menschen in einem aussagekräftigen Geschehen ihre Bilder.

Die naiv anmutende Bildkunst von Gerlinde Krauß wurde mehrfach mit Marc Chagall verglichen.

Verwandte Motive finden sich bei den naiven Malern Raffler, Nikifor und Kumpf. Die bewegte Bildgestaltung, von Marc Chagall, mit dem sie immer wieder verglichen wurde, nannte Gerlinde Krauß eine zufällige Ähnlichkeit. Bei einer Reise nach Assisi beeindruckten sie mittelalterliche Fresken und beeinflussten ihren Malstil.

Bald erreichten ihre Werke stattliche Verkaufserlöse, von denen sie ein gesichertes Leben hätte führen können. Doch sie löste sich aus dem Kunstbetrieb, um nicht ihr gesamtes Werk verkaufen zu müssen.

Ihren Lebensabend, geprägt von Krankheit und Geldnot, verbrachte Gerlinde Krauß in einem Kelheimer Wohnheim. Dort verstarb sie am Ostersamstag, wie erst jetzt bekannt wurde. Ihr Rosenheimer Freundeskreis möchte die Erinnerung an sie pflegen. Geplant sind ein Werksverzeichnis, eine Biographie sowie eine große Ausstellung für die Rosenheimer Künstlerin.

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