Filmpremiere in Marias Kino in Bad Endorf

"Am rechten Winkel links"

Der junge Regisseur Alexander Räss bei der Premiere in Marias Kino.  Foto  geis
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Der junge Regisseur Alexander Räss bei der Premiere in Marias Kino. Foto geis

Marias Kino in Bad Endorf war hoffnungslos überfüllt bei der Premiere des Film "Am rechten Winkel links" des jungen Hemhofers Alexander Räss. Selbst einen Stehplatz zu ergattern, schien unmöglich zu sei. Es war alles andere als leicht, das Geschehen ohne Verrenkungen jeglicher Art zu verfolgen, aus welchem Winkel auch immer.

Noch fehlt es dem 18-jährigen Alexander Räss an Erfahrung, denn einige Szenen seines etwa 60-minütigen Spielfilms waren etwas langatmig und wenig effektvoll. Umso mehr Wert hatte der Jungregisseur auf das Komische, ja Groteske gelegt. Darin war unschwer auch die Handschrift von Hubbi Schlemer zu erkennen, der das Drehbuch für den Film geschrieben hatte. Da durften auch eine Gasthaus-Szene mit einem betrunkenen Wirt in schmuddeliger Umgebung oder eine akrobatische Pinkel-Szene nicht fehlen.

Auf Trash-Niveau hat sich ebenfalls der Kabarettist Uli Bauer begeben, der mit übertrieben langen Schritten den Wald durchquert auf der Suche nach dem "rechten Winkel rechts", wo sich der Schatz König Ludwigs II. befinden sollte.

Zur Vorgeschichte: Der versoffene Wirt hatte dem zwielichtigen Arndt (Roman Wehlisch) die Jacke gezeigt, die der Bayernkini angeblich im Gasthaus vergessen hatte. Daraus wird die Suche nach dem verlorenen Schatz, der in einer Truhe mitten im Wald vergraben sein soll. Diese Suche gestaltet sich dank Uli Bauer und Hubbi Schlemer ziemlich verrückt und macht den Film zum Kabarett.

Es sind wirklich urkomische Szenen dabei. Zusammen mit Roman Wehlisch sind Uli Bauer und Hubbi Schlemer geknebelt an einen Baum gebunden, während die jugendlichen Schatzsucher mit der Truhe flüchten. Zuvor haben sie noch die Kamera mitgenommen, mit der Wast (Uli Bauer) das angebliche Tagebuch des Königs fotografierte, das sich in der Truhe befand. Der Film bietet viele Gags, Klamauk und Kalauer. Da kommt der Schluss des Films mit dem Endorfer Bürgemeister (Achim Schelhas), der die Belohnungen verkündigt, fast schon langweilig daher.

Die fiktive Geschichte ist mehr als grotesk, doch sie erzielt vor allem dank Uli Bauer und Hubbi Schlemer ihre komische Wirkung. Richtig natürlich agieren die mitspielenden Jugendlichen. "Es hat großen Spaß gemacht, mit ihnen zu drehen", erzählte Hubbi Schlemer bei der Kinopremiere.

Die Endorfer Premierenbesucher zeigten sich begeistert, als nach Ende des Films Hubbi Schlemer alle Mitwirkenden auf die Bühne holte. Bemerkenswert ist der richtig zündende Soundtrack mit dem Attler ABM-Orchester um Ben Leinenbach aus ihrer CD "Schattendekor".

Nach dem Film feierten in Marias Kino vor allem die jugendlichen Darsteller ausgelassen zur Disco-Musik.

Der Film wird nochmal am heutigen Donnerstag um 19 Uhr in Marias Kino in Bad Endorf gezeigt. Später wird er auch in Mikes Kino in Prien und in Waldkraiburg zu sehen sein.

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