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Raumfüllende Klangpracht

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Gut besucht war das Benefizkonzert des Rotary Clubs Rosenheim in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Das Konzert bestand aus reinen Orgelstücken, aus Duetten für Sopran und Bariton und Soli für Bariton, die von der Orgel begleitet wurden.

Das Trio „Vox Humana“ mit Marlene Hinterberger (Orgel), Professorin an der Hochschule für Musik und Theater München, sowie ihren Kindern Raphaela und Daniel Hinterberger (Sopran und Bariton) präsentierte unter dem Titel „Laudate Dominum“ ein abwechslungsreiches musikalisches Programm. Der Erlös des Konzertes zugunsten von Don Bosco e.V. ging, wie der Präsident des Rotary Clubs, Professor Dr. Peter Wagner, in seinen Begrüßungsworten erklärte, an den Förderkreis für Studierende der Hochschule Rosenheim.

Neben berühmten Arien aus Oratorien von Haydns „Schöpfung“ und aus Opern von Händel durfte sich der Hörer auch an kaum bekannten Kompositionen erfreuen, etwa dem Duett „Ave Maria“ von Giulio Caccini.

Den klangprächtigen Auftakt machte die Toccata und Fuge d-Moll BWV 565, in der Marlene Hinterberger die Ausdrucksvielfalt der Orgel mit virtuoser Präzision und Klarheit zu Gehör brachte. Einen schönen Kontrast bildete das Duett „Laudate Dominum“ von Charles Gounod. Raphaela und Daniel Hinterbergers reine, raumfüllende Stimmen erfuhren durch den Klang der Orgel eine dunkle Grundierung. Feierlichen Ernst verströmte Daniel Hinterberger mit „Caro mio ben“ von Giuseppe Giordani, volkstümlich schlicht und melodisch einprägsam hingegen wirkte das „Schon eilet froh der Ackersmann“ aus Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“.

Das Rondo Allegretto aus dem Flötenkonzert op. 55 in F-Dur von Christian Heinrich Rink war reich verziert mit vielen Trillern und rasanten Läufen. Da spielte Marlene Hinterberger die Orgel so leicht und beschwingt, da perlten die Töne so hell und fröhlich wie auf einer Flöte. Nach Mozarts variationenreichem Andante aus der Fantasie in f-Moll KV 608 beglückte die Hörer das Duett von Adam und Eva „Von deiner Güt“ aus Haydns Oratorium „Die Schöpfung“, in dem die Sänger in einem harmonischen Dialog standen.

Mal leicht-unbeschwert, mal melodisch-mächtig und mit wuchtigem Pathos, oft auch eigentümlich verfremdet erklang die Bayern-Hymne von Franz Lehrndorfer. Anmutig und beseelt, strahlend und engelsgleich sang Raphaela Hinterberger die Sopranarie „Lascia ch`io pianga“ aus Händels Rinaldo, von sanfter Eindringlichkeit war Daniel Hinterbergers Bariton in der Arie „Verdi prati“ aus der Oper „Alcina“.

Klangen Regers „Te Deum“ und „Nun danket alle Gott“ von Sigfried Karg-Elert, beides Stücke für Orgel, etwas zu pompös, besänftigten nach der lebhaften Toccata für Orgel von Théodore Dubois das Duett „Panis Angelicus“ von César Franck und das in Englisch gesungene Duett „Dank sei dir Herr“ aus Händels „Messias“ wieder die aufgewühlten Gemüter. Für den stehenden Beifall bedankten sich die Interpreten schließlich mit zwei kunstvoll schlichten Liedern, dem Abend-Gebet „Abends, wenn ich schlafen geh“ und „Guten Abend, gute Nacht!“ von Johannes Brahms. fü

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