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MUSIK PER YOUTUBE

Priener Wohnzimmerkonzert: Drei im musikalischen Dialog

Überzeugten auch auf Youtube: Die „Danny Boys“ (von links) August Zirner, Sven Faller und Philipp Stauber.
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Überzeugten auch auf Youtube: Die „Danny Boys“ (von links) August Zirner, Sven Faller und Philipp Stauber.
  • vonElisabeth Kirchner
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Das Trio Danny Boys mit August Zirner an der Querflöte, Philipp Stauber an der Gitarre und Sven Faller am Kontrabass entführte sein Publikum bei ihrem Online-Auftritt im Rahmen der Konzertreihe „Priener Wohnzimmerkonzerte“ auf eine Reise quer durch Kontinente und Epochen.

Prien –So ging es von Klassik über Blues über Bossa Nova und Bebop bis zu einem Paul-McCarthy-Song. Und genauso verschwenderisch vielseitig wie reizvoll gestaltete die bayerisch-amerikanische Combo die musikalische Stunde, arrangiert und dargeboten mit viel Gespür, stilistischer Vielfalt und Sinnlichkeit.

Anekdotenund Hintergründe

Die drei musikalischen Charaktere überzeugten durch Spieltechnik und harmonisches Zusammenspiel. Das Programm war zusätzlich gespickt mit Anekdoten und Hintergrundinformationen, die dem Auftritt besonderes Gewicht verliehen.

Den Auftakt machte das Paul Desmond zugeschriebene und vom Dave-Brubeck- Quartett eingespielte „Take Five“ – ruhig, langsam und dennoch mit seinem Fünf-Viertel-Takt beschwingt stimmend. Weiter ging es mit dem One-Hit-Wonder-Song „Nature boy“ von Georg Alexander Eberle. Die vonAugust Zirnerrezitierten Worte fügten sich nahtlos in die Ballade in e-moll ein, schwermütig und im Walzertakt wiegend.

Sinnlich, dunkel klingend und dennoch leicht und jazzig-cool wurde es dann in Des-Dur mit dem brasilianischen Bossa-Nova-Stück „Menina quer passa,“ später bekannt als „Girl from Ipanema,“ von Antonio Tom Jobin. Von Südamerika ging es nach Irland. Das „Danny Boy“, der irischen Volksweise „A Londonderry Air“ aus der Feder von Frederic Weatherly entlehnt, bestach sowohl durch seinen von Faller anmoderierten Hintergrund über das Leben an sich als auch durch seine Melodieführung. Gefühlvoll von der Solo-Gitarre angestimmt erklang die Ballade in D-Dur, samtig-jazzig mit Querflöte und Kontrabass weitergesponnen. Aus der Johann Sebastian Bachs Bourree in e-moll mit charmantem Gitarre- und Querflöten-Dialog entwickelte sich – unterstützt vom Kontrabass als Schlagwerk und Zupfinstrument – das „Locomotive train“ von Jethro Tull.

Feiner Bebop

Dass zwischen c und cis Welten liegen, zeigte sich bei „Straight, no Chaser“ von Thelonious Monk , dem Jazzmusiker und Pianisten, dem „Wegbereiter der harmonisch klingenden Disharmonie“, wie Zirner es formulierte. Und es wurde fein, sehr fein sogar: Bebop in moderatem Tempo, eigenwillig, virtuos, kantig und dennoch eingängig. Mit dem Stück „Blackbird von Paul McCartney setzteStaubermit seinen kongenialen Partnern den Schlusspunkt unter den musikalischen Bogen von Bach bis Beatles – musikalisch spannend, politisch auf die Rassendiskriminierung in den USA verweisend und zugleich auf die Schönheit der Natur anspielend, Amselgezwitscher (Querflöte) nachahmend.

Verschwenderischund vielschichtig

Die Danny Boys boten dem Publikum auf dem Sofa daheim einen reizvollen Dialog aus literarischer Sprache und verschwenderisch-vielschichtiger Musik zwischen Klassik und Moderne.

Immer am letzten Freitag im Monat

Die Prien Marketing GmbH veranstaltet jeden letzten Freitag im Monat ein Wohnzimmerkonzert, das Kulturschaffenden in Zeiten von Corona eine Bühne bieten und somit ein kleines Zeichen für die Kultur setzen soll. Über einen Youtube- Kanal kann man sich zuschalten und Kultur virtuell-live erleben. Das nächste Konzert findet am Freitag, 28. Mai, mit dem Michael Alf Duo statt. Weitere Informationen – auch über Spendemöglichkeiten – unter www.tourismus.prien.de sowie im Tourismusbüro Prien unter Telefon 08051/69050 oder E-Mail info@tourismus.prien.de.

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