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IM ORTSZENTRUM

Priener KunstZeit: Skulpturen und Bilder auf Schritt und Tritt

Vor der malerischen Kulisse der Kampenwand stehen im Park des Medical-Park Prien Kronprinz Arbeiten von Rudl Endriß: Zwei „Diskutierende Paare“ (Eisenplatten) und dazwischen „Environment“ (Baum auf Fels). Links grüßt eine Holzskulptur von Marco Bruckner.
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Vor der malerischen Kulisse der Kampenwand stehen im Park des Medical-Park Prien Kronprinz Arbeiten von Rudl Endriß: Zwei „Diskutierende Paare“ (Eisenplatten) und dazwischen „Environment“ (Baum auf Fels). Links grüßt eine Holzskulptur von Marco Bruckner.
  • vonElisabeth Kirchner
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70 Künstler mit Kunstwerken unterschiedlichster Machart, über 70 Ausstellungsorte, darunter drei Museen, Kunstateliers und private Galerien: In Prien ist wieder „KunstZeit“ angesagt.

Prien – 2019 war es die „KunstNacht“, im vergangenen Jahr coronabedingt der inspirierende Kunstspaziergang quer durch das Priener Zentrum, und heuer glänzt Prien bis 1. August erneut mit seiner einzigartigen Kultur- und Kreativlandschaft. In Zusammenarbeit mit der Priener Marketing GmbH (PriMa), mit der Gemeinde, mit Geschäften, Banken, Praxen und Lokalen hat der Kulturförderverein Prien Künstler der Region gebeten, das Zentrum Priens, aber auch Orte in der Umgebung, im Rahmen von „KunstZeit“ mit Kunstwerken zu schmücken.

Etablierte und Nachwuchstalente

Gerhard Kay: „Trieb“ (Bronzefigur) vor der Galerie Werkstatt Studio 15

Flanieren und Entdecken – dies gelingt an jeder Ecke, das malerische Ortsbild tut sein übriges dazu. Von namhaften Künstlern wie Lenz Hamberger, Antje Tesche-Mentzen, Ekaterina Zacharova, Rudi Endriß oder Andreas Kuhnlein angefangen bis hin zu Nachwuchstalenten wie Sophia Grutsch, Theresa Öttl, Marco Bruckner, Thomas Hans oder Milan Jack Mulzer – jedes einzelne Kunstwerk wirkt an seinem Ausstellungsort passend, dazugehörend und stimmig. Kuratiert wurde die Schau von Inge Fricke.

Glasmalerei, Reliefarbeiten und Ölmalerei

An der Lagerhalle am Bahnhof, gleich beim Busbahnhof hängt ein Foto „Hamlet – to be or not to be“: Wartende Busfahrgäste treffen auf kostümierte Schauspieler, die gerade eine Pause einlegen. Bei einem Optiker ziehen fotografierte Augenpartien in der Auslage neben Brillengestellen die Blicke auf sich, bei einem anderen Optiker sind es Druckgrafiken. In einem Bekleidungsgeschäft an der Bernauer Straße spiegelt ein edel wirkendes Bild – eine junge Dame in einer Einkaufsstraße, das Sonnenlicht spielt mit ihren blonden Haaren – die Einkaufsszenerie vor dem Geschäft wider.

Vielfältige Kunst-Angebote

Ein paar Meter weiter locken in großen Auslagen Glasmalerei, Reliefarbeiten und Ölmalerei gepaart mit Medienkunst. Dort wetteifert Schmuck mit Lichtobjekten, da Reiseangebote mit großflächigen bunten Acrylbildern, dort Bücher mit schwarz-weiß Fotografien oder Bankenwerbung mit Radierungen.

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Ein Objekt aus Eiche, verziert mit Blattgold, stellt „Das innere Leuchten“ dar, als Objekt in einer Bar sprichwörtlich der perfekte „Match“. Den Marktplatz ziert dieses Jahr statt eines Maibaums ein drei Tonnen schwerer Stein mit der Inschrift „Besitzen“. Unterschiedlich große Kugeln mit eingeschweißten Figuren umrahmt von Kübelpflanzen bilden am Wendelsteinplatz ein harmonisches Bild.

Eine perfekte Symbiose von Raum und Kunst findet sich auch in den Kirchen: In der Taufkapelle der Pfarrkirche ergänzen hölzerne Skulpturen die Mystik des Raumes, die rund gebaute Christuskirche ist mit Textilkunst gehängt. Im Kurpark hinter dem Medical Park Kronprinz wetteifern gleich meherer Skulpturen aus Bronze, Holz und Beton um die Aufmerksamkeit der Betrachter.

Karin Schneider-Henn: „Hamlet“ (Fotografie) am Ladebahnhof am Bahnhof Prien. Kirchner

Vier quadratische Fotografien mit dem Titel „Einer im Anzug“ erfreuen mit ihrem Retro-Charme in Schwarz-weiß, die bunten Malereien mit Spachtel und Rakel im Foyer des Chiemsee-Saals hingegen erzeugen dreidimensionale Effekte mit ihren unterschiedlichen Farbdicken. Knallig-bunt präsentiert sich die Alte Rathausstraße.

Unterschiedlichste Materialien

Ein Design-Küchenladen hat einen handbemalten Kühlschrank ausgestellt. Sizilianischer Majolika gleich leuchten Gelb, Smaragdgrün, Slau und Schwarz. Pinkfarbene Textilien mit Waschmaschine „wash & talk“ vor dem Jugendraum St. Zeno heischen gleichfalls um Interesse.

„Ein Held“ an der Nepomuk-Brücke

An der Nepomuk-Brücke grüßt „Ein Held“, eine geschnitzte Figur mit Pokal, und am alten Rathaus – dem Sitz der Tourist-Info – laden Holzfiguren in matten Farben bemalt zu den „Festspiele(n)“ ein. Festspiele, ein wahrlich geeigneter Begriff, um die Priener Künstlerlandschaft, die sich hier präsentiert, zu umschreiben. Künstler jeglichen Alters, unterschiedlichste Materialien und Kunstrichtungen, vielfältig, überwältigend und einzigartig – Kunst auf Schritt und Tritt.

Erstmals Kunstpreis ausgelobt

Zum ersten Mal hat heuer der Kulturförderverein den Priener Kunstpreis ausgelobt. Eine unabhängige Jury wird im Juni den mit 1000 Euro dotierten Preis vergeben. In der Bücherei liegen Ausstellungskataloge einzelner Künstler aus. Bei Führungen, Künstlergesprächen und Kunstworkshops für Kinder können interessierte Besucher mehr über die KunstZeit 2021 und die ausstellenden Künstler erfahren. Infos gibt es auch unter www.tourismus. prien.de/kunstzeit. Eine gedruckte Broschüre ist im Tourismusbüro Prien, Alte Rathausstraße 11, Telefon 08051/69050 (E-Mail: info@tourismus.prien.de) erhältlich.

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