Eine Installation von Vadim Zakharov und Niklas Nitschke

"Obama in Berlin"

Ein spannungsreicher Dialog zwischen zwei Künstlern steht im Mittelpunkt der Sonderausstellung zur Jahresausstellung 2011 des Kunstvereins Rosenheim. Ab Freitag, 27. Mai, zeigen in den Räumen des Kunstvereins in der Klepperstraße 19 in Rosenheim der Moskauer Konzeptkünstler Vadim Zakharov und der deutsche Künstler und Kunsttheoretiker Niklas Nitschke eine gemeinsame Installation unter dem Titel "Obama in Berlin". Sie ist in intensiven, mal witzig-ironischen, mal skeptisch-kritischen Auseinandersetzungen mit dem Werk des anderen entstanden.

Zakharov wurde in Dushanbe in Tadschikistan geboren. Er lebt und arbeitet als "Konzeptkünstler der zweiten Generation" in Berlin und Moskau. Bekannt wurde er durch seine raumgreifenden Installationen und seine Arbeit als Herausgeber der "Pastor Zond Edition". Sie stellt die wichtigste Chronik und Dokumentation sowie eine lebendige Weiterführung des Moskauer Konzeptualismus dar. Nitschke, geboren 1970, studierte an den Akademien München und Düsseldorf. Er gilt als Spezialist für Moskauer Konzeptkunst. Nitschkes Idee, in einem großen Umfang in einen Dialog mit einem russischen Konzeptkünstler zu treten, konnte er erstmals gemeinsam mit Zakharov verwirklichen. Dieser ging auf das Vorhaben ein, ohne zunächst zu wissen, was genau geplant war. Mit Skepsis und Ironie reagierte Zakharov auf die Aneignung durch Nitschke. In zwei gemeinsamen Gesprächen entwickelten beide das Ausstellungsprojekt weiter. Das Ergebnis ist Dialog, der viele Fragen stellt und keine beantwortet.

Zur Eröffnung am Freitag, 27. Mai, um 19 Uhr wird Theorie und Kunst lebendig in einer umfangreichen Performance, die zunächst im Hof beginnt und dann in der Ausstellung ihre Fortsetzung findet. Die Ausstellung dauert bis zum 17. Juli und ist donnerstags von 9 bis 13 Uhr, freitags und samstags von 14 bis 17.30 Uhr und sonntags von 11 bis 17.30 Uhr zu sehen.

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