Newcomerband begeistert das Publikum

„Peak to Peak“ – das sind (von links) Samuel Kraller, Jean Stadlbauer (Mitte) und Daniel Werner (links).  : Volk
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„Peak to Peak“ – das sind (von links) Samuel Kraller, Jean Stadlbauer (Mitte) und Daniel Werner (links). : Volk

„Ich bin überraschend wenig nervös“, sagt Samuel Kraller und nimmt noch einen großen Schluck aus seinem Bierglas. Die Songs der Band „Peak to Peak“ sind eingängig, haben Ohrwurm-Charakter und bleiben doch lässig und kühl.

Dann betritt er gemeinsam mit seinen Bandkollegen Daniel Werner und Jean Stadlbauer die Bühne in der Gaststätte Mauracher. „Peak to Peak“ steht weiß auf schwarz in großen Buchstaben auf einem Rollup in der Mitte. Samuel setzt sich auf das Cajon, Jean nimmt das Mikrofon und Dani schnallt sich die Gitarre um: „…Zwo, drei, vier“.

„Alternative Pop“, so beschreiben die Jungs ihre eigene Musik. Eigentlich ist sie voll mit elektronischen Sounds, Schlagzeug, E-Gitarre und mehreren Background-Stimmen, doch heute präsentieren sich „Peak to Peak“ akustisch. Nach dem ersten Song begrüßt Samuel die vielen Zuhörer.

Es ist der fünfte Auftritt von „Peak to Peak“ seit ihrer Gründung zu Beginn des Jahres. Jean kommt aus München, Daniel und Samuel aus dem Landkreis Traunstein. Deshalb sind vor allem Freunde und Bekannte der Jungs ins Mauracher gekommen, um „Peak to Peak“ endlich einmal auf der Bühne zu erleben.

Songs wie „Ghost ship“ oder „Moving on“ sind eher ruhig, nachdenklich und poetisch, andere Stücke, wie „Animal“ oder „Closer to life“ klingen mitreißend, fetzig und laden zum Mitklatschen ein.

Gitarrist Daniel schreibt die Songs alle selbst. „Oft ergeben meine Texte wenig Sinn, doch das macht nichts, solange es gut klingt“, verrät er im Interview nach dem Konzert. Gesucht und gefunden haben sich die drei Studenten aus München im Internet. Wie sie in ihren schlichten schwarzen Leinenhemden nebeneinander auf der Bühne stehen, scheint es als würden sie sich schon immer kennen. In der Musik der Band steckt ein Hang zur Perfektion – und das hört man auch. Jeder Ton auf der Gitarre sitzt, jede Terz über der ersten Stimme wird perfekt getroffen, jede Pause wird ausgekostet.

Der gelungene Auftritt wurde von den Zuhörern mit begeisterten Applaus belohnt. Auch Roya Bederke, welche die Veranstaltungen im Mauracher organisiert, war begeistert von „Peak to Peak“: „Es freut uns immer wieder, wenn Newcomer-Bands die Chance nutzen einmal vor Publikum zu spielen.“ Auch andere junge Bands, die Lust und Laune haben auf einer Bühne zu stehen, seien herzlich willkommen.

Derzeit arbeiten die drei Jungs von „Peak to Peak“ an ihrem ersten Album, das mit etwas Glück bis Ende des Jahres erscheint. „Ein Highlight wird für uns in diesem Jahr das ,Seewärts-Festival‘ sein“, fügt Samuel hinzu. Neben Bands wie „Heisskalt“ und „Erwin und Edwin“ werden auch „Peak to Peak“ bei dem Festival in Chieming am 23. Juli zu hören sein.

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