Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Jungstudenten des Mozarteums

Nachwuchsmusiker beeindrucken mit Kammermusik im Kulturforum Klosterkirche Traunstein

Diese jungen Musiker beeindruckten: (von links) Fabian Johannes Egger, Elisabeth Pihusch und Daria-Christiana Vacaroiu.
+
Diese jungen Musiker beeindruckten: (von links) Fabian Johannes Egger, Elisabeth Pihusch und Daria-Christiana Vacaroiu.
  • VonRainer W. Janka
    schließen

Im Rahmen des Musiksommers zwischen Inn und Salzach hat sich ein jugendliches Trio im Traunsteiner Kulturforum Klosterkirche präsentiert, und man muss anerkennen: Die Lehrer dieser jungen Musiker haben alles richtig gemacht.

Traunstein – Alle drei bewegen sich bühnensicher, verbeugen sich am Schluss ganz natürlich und haben ein kluges Programm zusammengestellt, das die Vorzüge als Trio und als Solisten zeigt, vom Barock bis in die Moderne reicht und ironisch-launig ausklingt.

Jungstudenten des Mozarteums

Das Trio firmiert als „Trio Pre-College Mozarteum Salzburg“. Alle drei sind Jungstudenten des Mozarteums. Der Jüngste ist der Flötist Fabian Johannes Egger (14), in Traunstein geboren und Schüler des Gymnasiums Landschulheim Ising. Die Geigerin Elisabeth Pihusch ist 15 Jahre alt, in Rosenheim geboren und Schülerin des Rosenheimer Ignaz-Günther-Gymnasiums. Die Harfenistin Daria-Christiana Vacaroiu ist in Bukarest geboren und 18 Jahre alt.

+++ Weitere Berichte zur Kultur in der Region lesen Sie hier!

Schon die Triosonate von Giovanni Benedetto Platti (1697 bis 1763) zeigte, wie gut und auch wie gern alle drei miteinander spielen, wie sie Blickkontakt halten, wie sie harmonische Überraschungen deutlich machen und wie genau jeder weiß, wann er die melodische Führung übernehmen muss. Spanisches Temperament, das auch den Körper mitreißt, zeigen dann alle drei in den „Deux Interludes“ von Jacques Ibert (1890 bis 1962).

Fantasie von Camille Saint-Saëns

Flöte und Harfe vereinigt die Fantasie von Camille Saint-Saëns: Bravourös beherrscht die Harfenistin ihren Part, während Fabian Egger mit seinem vollleuchtenden, klar konturierten Flötenton mit bewusster Klanggestaltung auch im Forte, in der Höhe und in den schnellen Passagen prunkt.

Das könnte Sie auch interessieren: „Kendlinger plant neues Festival in Erl“

Feinsinn, langer Atem und Techniksicherheit auch in den virtuosen Trillerketten prägten das vom Flötisten selber komponierte Solo-Stück „Rivermood“, romantisch angehaucht und ein bisschen an Debussy angelehnt, das mit Bravo-Rufen des Publikums belohnt wurde. Bravi gab’s ebenfalls für das Harfen-Solo von Daria-Christiana Vacaroiu: Silbrig-feinzupfend und dann vollrauschend und mühelos durch die Tonarten wandernd spielte sie auf ihrem herrlich klingenden Instrument das „Impromptu“ von Gabriel Fauré .

Schwere Brocken

Schwere Brocken hatte Elisabeth Pihusch zu bewältigen: Entschlossen, spannungsreich und ausdrucksstark interpretierte sie die Sarabande aus der Partita Nr. 2 von Bach mit nachdrücklich breitem und ganz durchziehendem Strich und viel Mut zum wegwerfend abreißenden Bogen spielte sie die extrem schwere dritte der sieben Violinsonaten von Eugène Ysayë.

Die eigentlich für Streichquartett komponierten „Elegy“ und „Polka“ von Dmitri Schostakowitsch beendeten das Konzert, mit leis schmunzelndem Vergnügen und vielleicht etwas überexakt gespielt. Für den herzlichen Beifall der Zuhörer bedankte sich das Trio mit einem galant-barocken Stück. Um die Zukunft dieser jungen Musiker braucht man sich wohl keine Sorgen machen.

Mehr zum Thema

Kommentare