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Arbeiten von Thomas Stockerl und Veronika Seebass in der Galerie von Neubeuern

Morbides in Fotografien und Malerei

"Tulpe" von Veronika Seebass, Öl auf Leinwand, 2010.
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"Tulpe" von Veronika Seebass, Öl auf Leinwand, 2010.

Fotografie und Malerei präsentieren Thomas Stockerl und Veronika Seebass derzeit in der Galerie am Markt von Neubeuern. Trotz der Unterschiedlichkeit ihrer Techniken weisen beide Kunstpädagogen viele Gemeinsamkeiten auf. Bewusst haben sie ihre Arbeiten in zweien der insgesamt vier Räume der Galerie gemischt gehängt. Und hier erkennt der Betrachter zwar nicht auf Anhieb, doch nach längerem Hinsehen eine Ähnlichkeit der Farbigkeit in den Fotografien und in der Malerei.

Veronika Seebass zeigt deutlich ihre Vorliebe für Blumen und Pflanzen. Doch beileibe nicht in gängigen Blumenbildern oder Stillleben. Obwohl ihr Malstil eher altmeisterlich fein ist, sind ihre Bilder expressiv. Die Malerin setzt Blumen, Pflanzen und Landschaften vor einen leicht farbigen oder weißen Hintergrund

Ihre Tulpen sind nicht frisch, sondern verwelkt. Gerade die Veränderung der Tulpenblätter übt auf Veronika Seebass großen Reiz aus. Sie liebt die Metamorphose. So werden ihre Bilder zu reduzierten Kompositionen. Veronika Seebass möchte auf keinen Fall abbilden, sondern eigenständige Bilder schaffen.

Dies ist auch das oberste Gebot für Thomas Stockerl. Während Veronika Seebass oft kräftige Farben verwendet, ist er in der Farbigkeit zurückhaltend, oft sind Grautöne angesagt. Thomas Stockerl reizt das Morbide und damit eine gewisse Sinnlichkeit. Seine Bilder erinnern an die Fotografie der 60er-Jahre und sind manchmal eine Hommage an Gerhard Richter.

Seine Landschaften gibt der Stockerl in Ausschnitten wieder. Manchmal sieht der Betrachter nur ein Stück Mauer oder Asche. Einige Bilder sind in einer früheren Zeche im Ruhrgebiet entstanden. In der Galerie von Neubeuern zeigt er wie auch Veronika Seebass Serien. Sowohl in den beiden gemeinsamen als auch in den zwei einzelnen Räumen wird dem Ausstellungsbesucher klar, dass beide Künstler neben dem Wunsch nach eigenständigen Bildern ihre Vorliebe für die Vergänglichkeit in der Natur gemeinsam haben.

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