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2018 ist Rainer Dillen verstorben

Mensch und Natur verschmelzen: Werke des Malers und Grafikers Rainer Dillen in Bad Aibling

Das Gemälde „Vegetativ/Figürlich in lichtem Blau“ von Rainer Dillen stammt aus dem Jahr 2004.
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Das Gemälde „Vegetativ/Figürlich in lichtem Blau“ von Rainer Dillen stammt aus dem Jahr 2004.
  • VonUte Bößwetter
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Die Ölbilder, Gouachen, Zeichnungen und Aquarelle des 2018 verstorbenen Künstlers Rainer Dillen in den Räumen der Galerie Villa Maria in Bad Ailbing umspannen den Zeitraum von 1978 bis 2014. Nicht weit entfernt von der Galerie – in Kolbermoor – hat er gelebt und gearbeitet.

Bad Aibling –Dillens Lebensthema in seiner Malerei war die Polarität, das „Gegenüber“, wie er es selbst nannte. So ist „Vegetativ/Figürlich“ ein häufig wiederkehrendes Motiv: Pflanzen und menschliche Gestalten, nicht immer voneinander zu unterscheiden.

Männliche und weibliche Symbole

Denn die menschliche Gestalt besitzt oftmals ein vegetatives Element, die länglichen Blätter einer Pflanze wiederum ähneln in ihrer Form menschlichen Gliedmaßen. Manchmal lässt der Maler Mensch und Natur miteinander verschmelzen – besonders deutlich zu erkennen in dem Gemälde „Vegetativ/Figürlich in lichtem Blau“.

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Einem weiteren Gegensatz, „männlich/weiblich“, hat er seine eigene Form gegeben. Sind die Symbole für weibliche Figuren wie eine Lanze geformt, so besitzt das Symbol für das Männliche die Form einer Raute. Demzufolge zeigt das Bild mit dem Titel „Zwei Formen“ auf den ersten Blick zwei nahezu identische Umrisse, jedoch bei näherem Hinsehen kann man Lanze und Raute voneinander unterscheiden. Man sieht in jeder der beiden Formen einen Einschluss in dunklerer Farbe: Im männlichen liegt auch das weibliche, im weiblichen auch das männliche Symbol.

Zurückhaltende Farbtöne

Rainer Dillens sensible Arbeiten beginnen mit dem Auftragen von Farbe. Zurückhaltende, pastellige Töne kommen zur Anwendung, meist nur ein lichtes Blau als Grundfarbe. Manchmal sind noch einige andersfarbige zart aufgetragene Tupfer hinzugefügt. Im Laufe seines Schaffens hat Dillen die Farbe immer mehr reduziert. Nur selten treten als überraschender Effekt starke Farben auf.

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Im nächsten Schritt erfolgt die lineare Gestaltung des Motivs. Alle Bildgegenstände sind gewissermaßen eingerahmt von dünnen Linien. Meistens sind mehrere Elemente nebeneinander im Bild dargestellt – die regelmäßige Verteilung der Elemente und deren Gleichgewicht ist die Basis des stimmigen Eindrucks.

Booten widmet Dillen seine besondere Aufmerksamkeit. Es gibt mehrere Bilder von leeren Booten in unterschiedlichen Techniken: mit Pinsel und Tusche auf Papier, mit Bleistift oder als kolorierte Radierung. Diese Arbeiten lassen behutsam den Gedanken an Vergänglichkeit zu. Denn das ist ein weiteres „Gegenüber“ in Rainer Dillens Werk: das Leben und der Tod. Und manchmal gestaltet der Maler kosmische Gefilde, in denen eine schmale Mondsichel steht, die aber kein Licht verströmt, sondern eine gedämpfte Stimmung verbreitet.

Bilder ist Respekt vor der Natur anzusehen

Für sein engagiertes künstlerisches Werk hat Rainer Dillen 1968 den zu der damaligen Zeit neu geschaffenen „Kulturförderpreis für Malerei und Grafik der Stadt Rosenheim“ erhalten. 1971 war Dillen Mitbegründer des „Rosenheimer Forums für Städtebau und Umweltfragen“.

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Der Erhalt der Natur und eine sinnvolle Integration von Bauvorhaben in bestehende Strukturen waren ihm ein Anliegen. Seinen Bildern ist der Respekt vor der Natur anzusehen.

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