Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Mehr als nur heile Kinderwelt

Schlüpfen mit kleinem Aufwand überzeugend in ihre Rollen: Jörg Herwegh und Kirsten Lossin als Esel und Fuchs.
+
Schlüpfen mit kleinem Aufwand überzeugend in ihre Rollen: Jörg Herwegh und Kirsten Lossin als Esel und Fuchs.

Wasserburg – Es wird wieder Theater gespielt auch für Kinder und Jugendliche.

„RabenSchaben“ heißt das neue Programm, das Jörg Herwegh schon vor dem Corona-Ausbruch geplant hat, wobei er die viele spielfreie Zeit nutzte zum Basteln von Masken. Denn vorgeführt wird in „RabenSchaben“ eine Vielfalt von Tieren, wie sie in den zugrunde liegenden Fabeln eine bedeutende Rolle spielen. Stehen sie doch alle für menschliche Schwächen: sie sind eitel, überheblich und auch mal frech.

„RabenSchaben“ ist ein Bestandteil des Theaterprojekts „Freiluft“, mit dem das Theater Herwegh in diesen Wochen an zahlreichen Orten im Landkreis unterwegs ist.

Kurz, prägnantund klare Aussagen

Das Schöne: Fabeln sind kurz, prägnant und haben vor allem eine klare Aussage. Also alles, was Kinder lieben. Jörg Herwegh hat nun aus diversen bekannten und unbekannteren Geschichten ein 60-Minuten-Programm erstellt, wozu es natürlich eine Rahmenhandlung brauchte: eine Bäuerin und ihren faulen Sohn. Die beiden erleben allerlei Abenteuer – eine Herausforderung für die beiden Kindertheater-erfahrenen Schauspieler Jörg Herwegh und Kirsten Lossin, die in Windeseile von einer Rolle in die andere schlüpfen. Ihre aus Pappmaschee mit billigem Mehl als Kleber selbst gebastelten Halbmasken (die Baumärkte hatten im Lockdown ja geschlossen) erinnern an die Commedia dell´arte. Ebenso ihre auf Körperhaltung und typische Bewegungsmuster basierende Bewegungsart.

So erlebt man ein pfiffig turbulentes Treiben, das einen ganz eigenen Charme entwickelt, jenseits des Erzähltheaters der Fabeln. Es wird mitnichten eine heile Kinderwelt mit lieblichen Geschichten vorgestellt, aber zumindest steht ein Happy End am Schluss. Da finden in der ausgedörrten Welt die verzweifelte Taube und der Maulwurf einen Weg, doch noch die letzte Wasserreserve in einem Fass für sich nutzbar zu machen. Sie werfen Steine hinein, der Wasserspiegel steigt, und so müssen beide nicht verdursten.

Nächste Vorstellungstermine sind am Sonntag, 17., und Sonntag, 26. Juli, in Haag (jeweils 15 Uhr), am Sonntag, 19. Juli, auf Gut Immling (11 Uhr) und am Samstag, 25. Juli, in Aschau (15 Uhr). Weitere aktuelle Infos unter www.theater-herwegh.de.

Ute Fischbach-Kirchgraber

Kommentare