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Ausstellung in „meine Volksbank Raiffeisenbank“

Medailleur Christian Dögerl hält das Achental mit einem Bleistift fest

Engelbert Pletschacher (links) und Christian Dögler präsentieren das Bild „Unterwössen 1830“.
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Engelbert Pletschacher (links) und Christian Dögler präsentieren das Bild „Unterwössen 1830“.

Unterwössen – Weit zurück in die Geschichte führen Bleistiftzeichnungen, wunderbar gerahmt, die die Unterwössner Geschäftsstelle der „meine Volksbank Raiffeisenbank“ in ihren Geschäftsräumen ausstellt.

Sie zeigen unter anderem die zahlreichen Burgen, die damals das Bild des Achentals bestimmten.

Verwirklicht hat diese Bilder aus Zeiten, die weit vor der Fotografie liegen, der Bildhauer Christian Dögerl aus Marquartstein. Anstoß dazu gab das „Heimatbuch Oberes Achental“, das Ende September erscheint. Der Ideengeber für dieses Buch, Jürgen Dahlke, trat an Dögerl heran, weil ihm Abbildungen aus der Vergangenheit des Achentals fehlten. Für Dögerl war diese Anfrage einerseits Neuland, hatte er doch ein solches Projekt noch nie begonnen.

Andererseits arbeitet er als Medailleur für eine Prägestätte in Bayern, für die er Modelle für Prägungen der Deutschen Post, der Degussa, von Landkreisen und Gemeinden verwirklichte. „Dieser Prozess beginnt mit einer Bleistiftskizze“, beschreibt Dögerl im Gespräch mit unserer Zeitung.

Dögerl absolvierte die Fachschule für Holzbildhauerei in Berchtesgaden. Seit 1992 arbeitet er zudem als Medailleur für eine Prägestätte in Bayern. In seiner Werkstatt in der Oed 9 in Marquartstein entstehen Entwürfe und Ausführungen von Plastiken, Skulpturen, Medaillen und Gebrauchskunst aus Holz, Bronze und Gips. Er gestaltete den Altarraum der Kirche in Siegen, schuf einen heiligen Laurentius für die Gemeinde Bernau und den Brückenheiligen Nepomuk in Marquartstein. Er gestaltete die Figur des Ritter-Marquart-Brunnen in Marquartstein und fertigte das Modell für die Einweihungsmedaille des Post-Towers in Bonn. Mit einem Kunstobjekt für die alte Schule in Rottau gewann er den Kunstwettbewerb der Marktgemeinde Grassau. Immer wieder nimmt er an Wettbewerben des Bundesfinanzministeriums für Münzen erfolgreich teil.

Die Herausforderung der jetzt entstandenen Bleistiftzeichnungen sieht Dögerl darin, dass Bildmaterial aus der Vergangenheit generell gefehlt habe und Funde und Beschreibungen aus diesen Zeiten nur einen Rahmen für die bildliche Darstellung aufzeigten. „Manchmal habe ich es dann so zeichnen müssen, wie ich es mir aufgrund der Angaben vorstellen konnte.“ Vor allem hielt Dögerl die Burgen des Achentals fest: Hohenstein, Raiten, Marquartstein sowie die Retten- und die Streichenburg.

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