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KONZERT

Maxlrainer Kultursommer: Die Tränen von Maria

Agnes Meixner sang ihre Barock-Arien unter dem Schutz der Himmelskönigin.
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Agnes Meixner sang ihre Barock-Arien unter dem Schutz der Himmelskönigin.

Ein Konzept mit hohem Anspruch: Im Rahmen des Maxlrainer Kultursommers hat Hubert Dobl vier Konzerte organisiert, die das Marien-Leben zum Thema haben und sich auf die Marienfeste im Kirchenjahr beziehen.

Bad Feilnbach – Es werden Gedichte aus dem gleichnamigen Zyklus von Rainer Maria Rilke rezitiert und es erklingt passende Musik dazu: Marienleben in Wort und Musik, in Poesie und Klang.

Eine Frau des Himmels und der Erden

Das erste Konzert in der Pfarrkirche St. Martin in Au bei Bad Aibling an Mariä Himmelfahrt stand unter dem Titel „Salve Regina – eine Frau des Himmels und der Erden“. Die Himmelskönigin stand auch als Statue hinter den Musikern, überwachte oder beschützte sie gleichsam. Hubert Dobl amtierte als Sprecher und als Dirigent. Die fünf Rilke-Gedichte las er durchaus mit Emphase, aber etwas zu schnell, so dass die erlesenen Sprachbilder nicht genug wirken konnten.

Selten zu hörende Musik

Doch die von ihm ausgewählte Musik war außergewöhnlich, selten zu hören und sehr schön anzuhören. Sie stammten ausnahmslos von barocken venezianischen Komponisten, wozu Dobl sehr gelehrt Rilkes Faible für Venedig ausdeutete.

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Im Wesentlichen waren es die Kantate „Salve regina“ von Antonio Caldara (1670 bis -1736), „Ascende laeta“ von Antonio Vivaldi (1678 bis 1741) und – als besonders herausragendes Stück – die Cavatina „Se d’un Dio“ aus „Il pianto di Maria“, („Die Tränen von Maria“), von Giovanni Battista Ferrandini (1710 bis 1791), der in Venedig geboren wurde, aber lange in München lebte, wo er bis zum Direktor der Kammermusik aufstieg. Mystisch glühend, mit Dämpfer gespielt, floss diese Musik wie leises Wellenwogen dahin, kaum die Tonhöhen verändernd, von der Sopranistin Agnes Meixner innig gesungen.

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Die sang auch alle anderen Kantaten-Arien mit frei fließendem, die Höhen mühelos erreichendem, allerdings etwas konsonantenlosem Sopran, stilsicher, mit geschmeidig gleitenden Koloraturen und hochentzückt dann in den Vivaldi-Arien am Schluss.

Beschwingte Vivaldi-Arien

Das sechsköpfige Orchester spielte unter der Leitung von Hubert Dobl gediegen, wurde bei den das Konzert abschließenden Vivaldi-Arien beschwingter, ebenso in zwei Sätzen aus der Sonata quarta op. 1 von Caldara. Bei den Arien hielten sich die Musiker sehr zurück, um die Sängerin umso mehr glänzen zu lassen.

Jubelndes Alleluja

Die Kirche war schütter gefüllt, viel mehr hätten Corona-bedingt auch nicht hineingepasst. Für den starken Applaus bedankte sich das Ensemble mit dem rückhaltlos jubelnden Alleluja aus der Solo-Motette „O qui coeli terraeque serenitas“ von Vivaldi, die das Konzert eingeleitet hatte: Auch hier zeigte sich die umsichtige Planung dieses Konzertes.

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