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Herbstkonzert 2021

Lyrische Klanggemälde und Filmmusik: Stadtkapelle Wasserburg begeistert in der Badriahalle

In Reih und Glied musizieren: Die Stadtkapelle Wasserburg bei einem Auftritt.
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In Reih und Glied musizieren: Die Stadtkapelle Wasserburg bei einem Auftritt.

Wir sind wieder da!“ hieß das Motto der Stadtkapelle Wasserburg beim Herbstkonzert. Jugend- und Erwachsenenorchester meldeten sich nach zwei Jahren pandemiebedingter Bühnenabstinenz wieder zurück und begeisterten mit großartiger symphonischer Blasmusik, die für jeden etwas zu bieten hatte.

Wasserburg – Nachdem seit September geprobt werden durfte, stand für die Stadtkapelle fes t: Das traditionelle Herbstkonzert kann stattfinden. Die Freude der Musiker, endlich wieder spielen zu dürfen, war riesig. Die Jugendkapelle unter Leitung von Magdalena Grill eröffnete den Abend mit „Vita pro musica“ („Ein Leben für die Musik“).

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Die von Fanfaren getragene Hymne des zeitgenössischen Komponisten Thiemo Kraas stand stellvertretend für die Begeisterung und Leidenschaft im Orchester. In „Where Eagles Soar“, einer monumentalen Konzertouvertüre, beschreibt der US-Amerikaner Steven Reineke die Freiheit des Seeadlers, wenn er sich in die Lüfte erhebt. Auch diese bravourös vorgetragene Komposition stand für das zurückkehrende Lebensgefühl.

Bilderreiche Filmmusik

Insgesamt war die Auswahl der Stücke abwechslungsreich und stimmig. Festliche Konzertmärsche in geradem Takt, lyrische Klanggemälde und dramaturgisch bilderreiche Filmmusik reihten sich zu einem durchgängigen roten Faden aneinander. Kapellmeister Michael Kummer sorgte für eine unterhaltsame Conférence. Bei den Geschichten rund um die Musik und ihrer Urheber gab es immer wieder Grund zum Lachen und zum Staunen.

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Und so manche Recherche erwies sich hinterher als musikwissenschaftliche Detektivarbeit wie beispielsweise die zur „Toccata“, mit der das Erwachsenenorchester den Abend fortsetzte. Zugeschrieben wurde das frühbarocke Stück lange Zeit dem italienischen Komponisten, Organisten und Cembalisten Girolamo Frescobaldi (1583 bis 1643). Heute sind sich die Experten einig, dass das Werk wohl eher von Gaspar Cassadó (1897 bis 1966) stammt. Der spanische Cellist und Komponist habe sich mit den romantischen Anspielungen in der Toccata verraten, die zur Zeit um 1600 noch gänzlich unbekannt gewesen seien.

Kompositionen erzählen Geschichten

Nach dem Konzertmarsch „In tiefster Ehrfurcht“ von Richard Strauss (1864 bis 1949) ging es dann wieder zurück in die Gegenwart zu den zeitgenössischen Kompositionen.

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Die Kapelle spielte eine Hommage an den stets wiederkehrenden Frühling mit „A Springtime Celebration“ aus dem Jahr 1990. Die dreiteilige Ouvertüre von Alfred Reed stand ebenfalls für das neue Aufblühen nach einer harten Zeit. Mit „Cry of the last Unicorn“ – dem Schrei des letzten Einhorns – von Rossano Galante steuerte das Herbstkonzert dem Höhepunkt entgegen: Kompositionen, die zugleich eine Geschichte erzählen. Stücke aus dem Disney-Film „König der Löwen“ mündeten dann in ein würdiges Finale.

Erinnerung an die Donaumonarchie

Zur Zugabe wurden dann aus der „guten alten Zeit“ der Donaumonarchie der von Kapellmeister Julius Fucík komponierte „Florentiner Marsch“ und „Highland Cathedral“ gespielt. Zwei Deutsche, Ulrich Roever und Michael Korb, schrieben das Stück für die Highland Games im Jahr 1982. Mittlerweile ist die eingängige Melodie des Dudelsacks international bekannt.

In Schottland ist sie derart beliebt, dass immer mehr Schotten in ihr die neue Nationalhymne sehen. Die Stadtkapelle spielte sie zwar ohne Dudelsack, was aber keineswegs weniger berührend war. 

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