Klangvolle Hommage an Ludwig van Beethoven

Für wunderbare Klangfülle sorgten (von links) Elisabeth Daubner, Andreas Pfab, Hans Staller, Georg Baumgartner, Anton Bergmair und Dr. Josef Haßlberger in der Ruhpoldinger Pfarrkirche.
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Für wunderbare Klangfülle sorgten (von links) Elisabeth Daubner, Andreas Pfab, Hans Staller, Georg Baumgartner, Anton Bergmair und Dr. Josef Haßlberger in der Ruhpoldinger Pfarrkirche.

Ruhpolding – Mit dem Kirchenkonzert „Beethoven bewegt“ setzten die Taubensee Musikanten unter ihrem Leiter Dr.

Josef Haßlberger einen musikalischen Schlusspunkt unter das Beethoven-Jahr. Der Komponist von Weltruf wurde vor 250 Jahren in Bonn geborenen. Vor allem auch durch die kompetente Moderation von Josef Haßlberger, der als musikalischer Frontmann, Organisator, Arrangeur und Hornist gleich vierfach gefordert war, eröffnete sich den Besuchern die spannende und problembeladene Welt, in die Beethoven hineingeboren wurde. Eine Welt, die im gesamten damaligen Europa mitgeprägt war von den Auswirkungen der Französischen Revolution. Haßlberger streifte auch das familiäre Umfeld bis hin zu den körperlichen Gebrechen des Genies, die 1820, also genau vor 200 Jahren zur völligen Taubheit und einhergehenden, selbstzweiflerischen Suizidgedanken führten.

Den ersten Gang eröffnete allerdings nicht, wie erwartet, ein Werk des „Jubilars“: Die Zuhörer bekamen als Entree das schwungvolle Divertimento sowie den bezaubernden St. Anton-Choral von Josef Haydn serviert. Zauberhaft verschmolzen im hell erleuchteten Altarraum ein ums andere Mal wundervolle Harmonien, so beim Rondino in Es-Dur, das als kurzes, leichtes Rondo daherkam sowie der gefällig vorgetragene Auszug aus der 1. Symphonie, die Beethoven 1799 zu schreiben begann und im April des Jahres 1800 im National-Hof-Theater in Wien uraufgeführt wurde.

Hier begeisterte insbesondere die solistische Führung der Klarinette. Zwischendurch intonierte Richard Krekel zwei markante Orgelwerke: das Allegretto Opus 53 sowie die Bagatelle Opus 56. Das meisterhafte Spiel des Organisten ergänzte Josef Haßlberger mit dem Hinweis, dass bereits 1795 eine vom churfürstlichen Salinen-Triftmeister Veit Oberhauser gestiftete Orgel die Kirchgänger in St. Georg mit ihrem Klang erfreute.

Nach dem Hauptgang ging es nahtlos über in den volksmusikalischen Part, bei dem unter anderem der Walzer „Augenstern“ von Herbert Pixner geboten wurde.

Die Europa-Hymne, Beethovens Schlusssatz aus der 9. Symphonie zum gemeinschaftlichen Höhepunkt eines niveauvollen Konzerts.

Ludwig Schick

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