Klangkaskaden im Kurpark mit Manuel Randi

Glanzvoller Abschluss im Oberaudorfer Kurpark: (von links) Gitarrist Manuel Randi, Stargast Herbert Pixner mit der Diatonischen und Bassist Marco Stagni.
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Glanzvoller Abschluss im Oberaudorfer Kurpark: (von links) Gitarrist Manuel Randi, Stargast Herbert Pixner mit der Diatonischen und Bassist Marco Stagni.

Stargast des Konzerts im Rahmen der Musikfilmtage ist der Südtiroler Musiker Herbert Pixner.

Oberaudorf – Viele Gäste mit guter Laune angesichts der angenehmen Wetterverhältnisse und in Vorfreude auf die hochkarätigen Musiker prägten den samstäglichen Konzertabend im Kurpark Oberaudorf. Denn das Trio rund um den italienischen Stargitarristen Manuel Randi gab sich die Ehre und begrüßte auch noch einen besonderen Gast.

Randi an der akustischen Gitarre, Marco Stagni am E-Bass und Mario Punzi am Schlagzeug stiegen melodisch ein mit einem warmherzigen und melodischen „Toscana“, geprägt von harmonischen Klangkaskaden. „Pablo“ überzeugte durch die Dynamik von lyrischen und temperamentvollen Passagen, Punzi drehte am Schlagzeug jetzt stärker auf, im reizvollen Wechselspiel mit Randi.

Spanische Klangwelten

Der Bandleader entführt in seinen Konzerten gerne in die Klangwelten Spaniens, so auch in Oberaudorf, wo der Auftritt im Rahmen der „Musikfilmtage“ stattfand. Bei einer katalanischen Rumba wippten viele im Rhythmus mit, der folgende „schwarze Kater“ – Gato negro – in andalusischer Tradition riss mit durch feurige Gitarrenpassagen, mit Leichtigkeit dargeboten von Randi und unterstützt von dem diesmal an der Cajón agierenden Punzi. Der Flamenco ging über in rockige Anklänge. Überhaupt sind stilistische Wechsel und musikalische Flexibilität ein Markenzeichen Randis, der mit dieser unterhaltsamen Vielseitigkeit ähnlich agiert wie der Australier Tommy Emanuel.

Mit charmanter Moderation leitete Randi über zu einem „Slow Blues“ und der Anekdote, wie sich er und seine Band vor Tonstudioaufnahmen in der Po.Ebene überfressen hatten – aber ein Slow Blues ging halt schon noch. Im Gipsy-Stil Django Reinhardts und einer klassisch inspirierten Solonummer ging es weiter, auch das Publikum durfte sich im Dialog mit Randi angesichts nun doch sinkender Temperaturen warmklatschen. Musikalisch reizvoll geriet ein Ausflug des Trios in die Klassik : Ein Präludium von Johann Sebastian Bach begann fließend melodisch, mit E-Gitarre und E-Bass wurde das Ganze immer rockiger und erinnerte an frühere Höhepunkt von Classic-Rock-Aufnahmen a lá Emerson, Lake and Palmer.

StargastHerbert Pixner

Jetzt war es Zeit für den Stargast des Abends: Herbert Pixner, in dessen Quartett Mario Randi sonst spielt, hatte in Oberaudorf zuvor den Konzertfilm über das Projekt „Italo-Connection“ vorgestellt, quasi die Italo-Disco-Variante der Musiker (über den Auftritt im Rosenheimer Ballhaus berichteten wir damals).

Pixner angelte sich gleich die bereitgestellte Trompete und stieg ein in das Konzert. In der „Samba Bossa“ spielte er ein wunderbares Flügelhorn und wechselte zu seiner Spezialität, der diatonischen Harmonika. Mit Hingabe und viel Begeisterung spielte die vom Trio zum Quartett erweiterte Band noch die ineinanderfließenden Stücke „Novolungo“ und „Tarantino“ und hinterließ ein begeistertes Publikum.

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