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Theatertage in Wasserburg

Jules Vernes Roman verquirlt mit einer filmischen Handlung

Philipp Fock (Susan Hecker, rechts) und seine „Aufsichtsperson“ Passepartout (Mario Eick) planen ihre „Reise“.
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Philipp Fock (Susan Hecker, rechts) und seine „Aufsichtsperson“ Passepartout (Mario Eick) planen ihre „Reise“.
  • VonRegine Falk
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Das Reizvolle an Theatertagen ist ja nicht nur die Dichte an Aufführungen in kurzer Zeit, sondern auch die Gelegenheit, andere Bühnen kennenzulernen, ohne selbst weit zu fahren. So auch als das Theater für die Jugend Burghausen im Theater Wasserburg zu Gast war:

Wasserburg –Mit „In 80 Tagen um die Erde“ brachte der Theatergründer, Regisseur und Schauspieler Mario Eick aus Burghausen ein neues Stück für die Jugend mit, das auf der gleichnamigen literarischen Vorlage des fantastischen Romans von Jules Verne basiert, mit dem filmischen Plot von „Nachts im Museum“ verrührt, eine ganz eigene Detektivgeschichte erzählt: Regisseur Mario Eick selbst führt als Erzähler in das Geschehen ein, denn man befindet sich in München, im eher unaufgeregtem Jahr 1925.

Museum als Schauplatz

Gerade ist das Deutsche Museum gegründet worden, das auch zum späteren Schauplatz der Handlung werden soll. Im Mittelpunkt steht der 14-jährige Philipp Fock (Susan Hecker), dessen Eltern auf Forschungsreisen sind. Kränklich und emotional vernachlässigt, lässt er sich mit wachsender Begeisterung auf eine Wette mit seinem einzigen, aber unehrlichen Freund Oskar (Mario Eick) ein, der Fock benutzt, um von seinem Diebstahl bei der Bayerischen Staatsbank abzulenken: Gelingt es Fock, sich 80 Tage unentdeckt im Deutschen Museum zu verstecken? Dann winken ihm 25 Reichsmark – genau die Summe an Diebesgut, das Fock auch gleich untergejubelt wird.

Abenteuerlustig packt der Junge „zwei Paar Socken, ein Wechselpulli sollte reichen“ und nimmt die Herausforderung an, begleitet von seiner neuen „Aufsichtsperson“ Passepartout (Mario Eick).

Erleben und Träumen

Allerdings ist den beiden bereits Detektiv Fix (Susan Hecker) auf der Spur, mit englischem Akzent und Sherlock-Holmes-Style unschwer zu erkennen, um den vermeintlichen Dieb zu stellen. Bis es soweit kommt, erleben und erträumen sich Fock und Passepartout in den verschiedenen Stationen des riesigen Museums angesichts von Zeppelin, U-Boot und Heißluftballon einen Tag lang das „Abenteuer Naturwissenschaft“, deren Fortschritte auchTechnik und Transportmöglichkeiten des ausgehenden 19. Jahrhunderts revolutionierten.

Während der häufige Figuren- und Szenenwechsel der beiden Schauspieler dank statischem Bühnenbild, verschiedener Masken und minimalistischem Garderobenwechsel plus Akzent oder Dialekt elegant gelöst werden, wünscht man sich zum Ende des Stücks dann doch, selbst im Deutschen Museum zu sein, für das das Stück konzipiert wurde und im Sommer auch aufgeführt werden soll.

Didaktischer Anspruch

Vermutlich erschließt sich dann auch etwas schlüssiger der didaktische Anspruch, beim Zielpublikum Interesse an der Geschichte der Naturwissenschaften zu wecken, da man sich vor Ort die rasende Geschwindigkeit der technischen Entwicklungen etwa vom Kompass zu Google Maps leichter vergegenwärtigen kann.

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