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Basiert auf wahren Begebenheiten

Im neuen Roman Roman von Christiane Tramitz geht es um Mord und Totschlag

„Das Dorf und der Tod“, Christiane Tramitz, Verlag Ludwig, ISBN 978-3-453-28124-0, 16 Euro. re
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„Das Dorf und der Tod“, Christiane Tramitz, Verlag Ludwig, ISBN 978-3-453-28124-0, 16 Euro. re
  • VonKarin Wunsam
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Das Genre „True Crime“, also wahre Verbrechen, ist aktuell beliebt. Denn die harte Realität ist oft packender als ein fiktiver Krimi. Autorin Christiane Tramitz rollt in ihrem Roman „Das Dorf und der Tod“ einen Mehrfachmord neu auf, der vor über 100 Jahren in einem Dorf im Umkreis von Rosenheim geschah.

Rosenheim – Welches Dorf es genau ist, möchte die Autorin nicht preisgeben.

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Die grausame Tat ereignet sich kurz vor Weihnachten im Jahr 1995. Drei Menschen sterben. Der Täter begeht Suizid. Die Leser erfahren auf der Rückseite des Buches, dass Christiane Tramitz in dem betreffenden Dorf aufgewachsen ist. Die Polizei kommt nach der Tat zu dem Schluss, dass unbändiger Hass das Mordmotiv gewesen sein muss.

Mit verhasstem Mann zwangsverheiratet

Woher kam dieser Hass? Die Spurensuche beginnt im Jahr 1921 mit einer jungen Liebe, die die Eltern nicht dulden. Vroni, Tochter angesehener Bauern, wird schwanger. Ihr Geliebter verlässt das Dorf und geht nach Amerika. Sie selbst wird zwangsverheiratet mit einem Mann, den sie hasst. Ihr erstes Kind darf sie fortan nicht mehr sehen. Ihren weiteren Kindern begegnet sie mit großer Kälte.

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Christiane Tramitz, 1959 in München geboren, lebt heute in Aschau im Chiemgau. Sie ist promovierte Verhaltensforscherin. Seit über 30 Jahren schreibt sie Bücher. Darin beschäftigt sie sich meist intensiv mit dem Verhalten ihrer Protagonisten. Sie nimmt die Leser in deren Gedankenwelt mit.

Dialoge wirken konstruiert

So auch in ihrem aktuellen Werk. Das karge, harte Leben in dem kleinen Bergdorf zur damaligen Zeit wird auf diese Weise gut vorstellbar. Eine Zeit, in der das Ansehen der Familie oft wichtiger war als das Wohlergehen der eigenen Nachfahren – vor allem, wenn es sich dabei um Mädchen handelte.

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Die Geschichte ist packend erzählt, vor allem in der ersten Hälfte des Romans, in der es um Vronis Schicksal geht. Etwas störend: Die Autorin will der damaligen Zeit sprachlich gerecht werden. Dadurch wirken einige Dialoge konstruiert.

Kein herkömmlicher Kriminalroman

Wer einen Kriminalroman im herkömmlichen Sinne erwartet, wird enttäuscht. Der Mord passiert erst am Ende des Buches. Es gibt keinen Kommissar, keine Ermittlungen. Aber an Spannung fehlt es nicht.

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