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Konzert

Hinreißendes Konzert mit türkischem Flair

Einen mitreißenden Konzertabend erlebten die Zuhörer im Schloss Neubeuern mit Gülru Ensari am Klavier, Dorukhan Doruk am Violoncello und Giovanni Guzzo an der Violine..
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Einen mitreißenden Konzertabend erlebten die Zuhörer im Schloss Neubeuern mit Gülru Ensari am Klavier, Dorukhan Doruk am Violoncello und Giovanni Guzzo an der Violine..

An dieses spannende Konzert wird man sich noch lange erinnern. Denn neben Ravels Violinsonate in G-Dur und dem C-Dur Trio Nr. 2 von Johannes Brahms stand auf Schloss Neubeuern eine Cellosonate des zeitgenössischen türkischen Komponisten Fazil Say auf dem Programm, die das Publikum hinriss.

Neubeuern – Interpretiert wurde sie von den aus Istanbul stammenden Musikern Gülru Ensari (Klavier) und Dorukhan Doruk (Violoncello). Die Violine spielte Giovanni Guzzo.

Flatternde Töne erzeugt

Ravels G-Dur Violinsonate bildet einen in sich geschlossenen Zyklus. Wunderbar durchsichtig, hell und licht erklang das Allegretto, in dem die Geige nervös flatternde Töne erzeugte.

Die vier miteinander kombinierten, träumerisch dahingehauchten Themen spielten die Musiker mit Hingabe und Perfektion. Packend war der tänzerische zweite Satz, dessen Blues-Rhythmen zum Mitwippen animierten. Ungestüm wirkte das Finale, in dem Cello und Klavier die Themen der ersten beiden Sätze brillant zu Gehör brachten.

Fazil Says Cellosonate „Four Cities“ op. 41 spiegelt die Atmosphäre völlig unterschiedlicher türkischer Städte wider. Dorukhan Doruk und Gülru Ensari schufen auf ihren Instrumenten ganz neue, faszinierende Klangerlebnisse. So verwandelte sich das Cello im ersten Satz „Sivas“ in eine nasal klingende Flöte. Im scharfen Kontrast dazu stand der düstere dritte Satz „Ankara“, in dem das Klavier immer wieder harte Akkorde hämmerte, die an Kanonenschläge erinnerten. Eine musikalisch mitreißende türkische Hochzeit voller folkloristischer Lebensfreude bannte die Hörer mit bizarrer Melodik im Satz „Hopa“. Kurz und fetzig war der letzte Satz, der einen touristischen Badeort mit wildem Ritt und einer Kneipenrauferei beschrieb. Nach der Pause zeigten die Musiker mit dem C-Dur Trio Nr. 2 von Johannes Brahms, welche kammermusikalische Reife, welches harmonische Miteinander sie besitzen. Herrlich anzuhören war das Allegro, in dem das zweite Thema zum energischen ersten einen lyrischen Gegensatz bildete. Ungarisch gefärbt wirkte das dritte Thema, melodisch gesteigert war der Schluss.

Ausschwingende Melodien

Ebenfalls ungarisch mit variationenreicher Klavierbegleitung ertönte das Andante con moto, an Hörnerromantik mit einer weit ausschwingenden Melodie erinnerte das Scherzo. Mit Schwung und Freude spielte das Trio den Finalsatz, dessen Witz und Einfallsreichtum in einer kunstvollen Verherrlichung gipfelte. Für den fesselnden Konzertabend erhielten die Musiker vom Publikum minutenlangen stürmischen Beifall.

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