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Jubiläumskonzert in Oberaudorf

Himmlische Klänge auf Erden: 50 Jahre Kirchenchor Oberaudorf

Hans Berger, Musiker und Chorsänger im Altarraum der barocken Pfarrkirche „Zu Unserer Lieben Frau von Oberaudorf“.
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Hans Berger, Musiker und Chorsänger im Altarraum der barocken Pfarrkirche „Zu Unserer Lieben Frau von Oberaudorf“.
  • VonElisabeth Kirchner
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So bewegend und strahlend feierte der Kirchenchor Oberaudorf sein 50-jähriges Jubläum.

Oberaudorf – „Der Himmel senket sich, er kommt und wird zur Erden.“ Pfarrer Dr. Hans Huber zitierte Angelus Silesius (1624-1677) in seinem Willkommensgruß anläßlich des 50-jährigen Bestehens des Kirchenchors Oberaudorfs. Und die Sehnsucht nach Frieden, nach Liebe zeigte sich fürwahr in dem Jubiläumskonzert in der Pfarrkirche „Zu unserer lieben Frau“, bei dem der Montini-Chor (sehr gute Artikulation und Intonation) zusammen mit Mitgliedern des Oberaudorfer Kirchenchors und einem 18-köpfigem Ensemble aus Streichern, Blech- und Holzbläsern, Hackbrett, Zither und Harfe mit und unter der Leitung seines Gründers Hans Berger aufspielte und sang.

Chorgesang und Instrumentalwerke

Unverfälscht, andächtig, inniglich, lobpreisend, eindrücklich und bewegend war das Programm, das zwischen Chorgesang - kirchliche Lieder wurden von Hans Berger mit singbaren Melodien unterlegt und für größere Ensemble bearbeitet - und Instrumentalwerken - auch hier zeichnete Hans Berger für die Komposition verschiedenster Andante, Menuette und Allegro verantwortlich - hin- und herwogte. Den Auftakt machte das Lied „Gott grüße dich“, ein Lieblingslied des verstorbenen emeritierten Papstes Benedikt XVI, das die drei Sängerinnen Traudi, Birgit und Anni mit Zitherbegleitung (Hans Berger) inniglich darboten.

Auch wenn Musiker und Chorsänger den Altarraum der barocken Pfarrkirche „Zu Unserer Lieben Frau von Oberaudorf“ gut ausfüllten und die barocke Pracht der Kirche und der weihnachtliche Schmuck das Ihrige dazu taten, um den Glanz zu erhöhen, so war es doch die Musik, die gefangen nahm und die alles andere in den Schatten stellte.

Mit Humor und Charme

Mit Humor und Charme moderierte der ehemalige Kirchenmusiker und Chorleiter Berger durch das Programm. „Wie Kollege Bach“ (J. S. Bach verwendete beispielsweise Notenmaterial mehrfach, mit anderem Text unterlegt taucht beispielsweise „O Haupt voll Blut und Wunden“ aus der Matthäuspassion im Weihnachsoratorium als „Wie soll ich dich empfangen“ auf, Anm. der Red.) hatte sich Hans Berger die Freiheit genommen, das anläßlich der Auferstehung Jesu 1653 komponierte Kirchenlied von Paul Gerhardt “Nun freue dich, du Christenheit“ mit weihnachtlichem Text zu versehen und vor der Krippe staunend das „nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin…“ zu musizieren.

Philosophisch wurde es beim „Zeitenrad.“ Der Text von Georg Thurmair (1909-1984) ermahnt den Menschen („Die Zeit geht wie ein Rad herum… wer nur nach großen Dingen sieht… bleibt töricht dabei stehen…“) und zeigt ihm seine Kleinheit auf, und doch weckte die von Hans Berger komponierte Musik Hoffnung. Das Dreikönigslied „A Stern is aufganga,“ zart und transparent vom Dreigesang Traudi, Birgit und Anni gesungen, beeindruckte durch seine Reinheit, nicht minder das warmherzige „Mit Maria lasst uns singen“, bei dem sich Solistin Antonia hervortat. Eindrücklich war auch das „Sehet dies Wunder,“ das vom Forte ins Pianissimo überging, um das „alles anbetet und schweiget“ auszudrücken, sowie das „Vater Unser,“ hier gesanglich und instrumental vertont.

Abschnitt aus Lukas-Evangelium

Dem Gebet schloß sich der andächtig gesungene Abschnitt aus dem Lukas-Evangelium über die Heiligen Drei Könige, die dem Stern folgten, an, ehe die Musik wirkungsvoll zum prächtigen, strahlenden und von der großen Orgel (souverän hier Johannes Berger) untermalten „Sehet den Stern… so klein zu sein, und doch so groß“ überleitete.

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Unverfälscht, andächtig, inniglich, lobpreisend, eindrücklich und bewegend und die Sehnsucht nach Frieden und Liebe vereinend - das waren himmlische Klänge auf Erden in der Oberaudorfer Pfarrkirche.Elisabeth Kirchner

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