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SCHLOSSKONZERTE NEUBEUERN

Schlosskonzerte Neubeuern: Herbert Schuch und Gülru Ensari bringen die Musik zum Leuchten

Das Pianisten-Ehepaar Herbert Schuch und Gülru Ensari verzauberten mit ihrem Spiel das Publikum.
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Das Pianisten-Ehepaar Herbert Schuch und Gülru Ensari verzauberten mit ihrem Spiel das Publikum.

Wenn Herbert Schuch und seine Frau Gülru Ensari im Schlosssaal von Neubeuern ein Konzert geben, ist die Freude des Publikums immer besonders groß. Beide sind nicht nur ausgezeichnete Pianisten, sondern strahlen auch sympathische Natürlichkeit aus.

Neubeuern – Doch bevor das Paar Werke von Schubert, Mozart, Brahms und Dvorak erklingen ließ, erhielt der Gründer und langjährige künstlerische Leiter der Konzertreihe Kurt Hantsch von Landrat Otto Lederer den Kulturpreis des Landkreises Rosenheim. Eigentlich hätte der Preis schon letztes Jahr verliehen werden sollen, doch wegen Corona wurde die Preisverleihung auf dieses Jahr verschoben.

Herbert Schuch, der Hantschs Nachfolge angetreten hat und zehn Jahre sein Schüler war, nannte die Feierstunde einen ganz besonderen Moment. Hantsch habe bei ihm das tiefe und nachhaltige Interesse für Kammermusik geweckt. In seiner kurzen Ansprache bedankte sich der Preisträger ganz besonders bei allen ehrenamtlichen Helfern, die diese Konzertreihe erst möglich gemacht hätten.

Landrat Otto Lederer überreicht Kurt Hantsch (links) den Kulturpreis

Schuch und Ensari verzauberten gleich zu Beginn mit Schuberts Rondo in A-Dur D 951. Die Musik schien bis zum letzten Takt in makelloser Klarheit rein und ruhig zu leuchten. Wunderbar anzuhören waren die lyrische, heiter-ernste Melodik der Themen, die Schuch und Ensari perfekt aufeinander abgestimmt zum Erklingen brachten. Erst zum Schluss wurde die Dur-Helligkeit, die das ganze Stück magisch überstrahlte, ein wenig eingetrübt.

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In Mozarts C-Dur Sonate KV 521 traten Schuch und Ensari im dialogischen Wechsel als gleichberechtigte Partner einander gegenüber. Der erste Satz, in dem eine naive, liebliche Melodie erklingt, endete nach brillant gespielten effektvollen Einschüben ruhig und entspannt. Nach dem idyllischen Andante mit einem dramatischen Mittelteil schloss die Sonate mit einem Divertimento, dessen Kontraste und Stimmungswechsel Schuch und Ensari mit spürbarer Spielfreude interpretierten.

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Mit Leidenschaft und Perfektion, flott und spritzig spielte das Paar anschließend eine Auswahl Ungarischer Tänze von Brahms und Slawischer Tänze von Dvorak. Da fetzte die Musik und flogen die Funken. Mal ernst und dunkel, mal voller wirbelnder Wildheit, besitzen die Tänze folkloristische Frische und Erfindungskraft. Für das Publikum war es ein Glück, beiden Pianisten bei ihrem ausgelassenen Spiel zusehen und zuhören zu dürfen. Da machte es auch nichts, dass die Hörer auf das ursprünglich vorgesehene Stück „Le Sacre du printemps“ von Igor Strawinsky verzichten mussten. Nach dem stürmischen Beifall war klar, dass die beiden dem Publikum als Zugabe noch einmal einen ungarischen Tanz von Brahms schenkten.

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