Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Harmonieren hervorragend

Herber Ton und perlende Leichtigkeit: Poltéra und Triendl spielen in Schloss Neubeuern

Cellist Christian Poltéra und Pianist Oliver Triendl gastieren im Schlosssaal.
+
Cellist Christian Poltéra und Pianist Oliver Triendl gastieren im Schlosssaal.

Das brillante Duo aus Cellist Christian Poltéra und Pianist Oliver Triendl hat im Saal des Schlosses Neubeuern das Publikum mit Cellosonaten von Beethoven, Schostakowitsch und Chopin begeistert.

Neubeuern – Ungewöhnlich sperrig wirkte die späte Cellosonate Nr. 2 op. 102 von Beethoven. Stürmisch und impulsiv nahm das Duo das Allegro con brio, ruhig und ausdrucksvoll war das Adagio, dessen schwermütigen Ernst die beiden Musiker an Cello und Klavier klangschön interpretierten.

Lesen Sie auch: Ein „Rosenheim Cop“ erklärt Wien: Max Müller spricht, rezitiert und singt im Schloss Amerang

Im Finalsatz kontrastierten spröde, fast abstrakt wirkende Passagen mit melodischen Einschüben. Berückend anzuhören war die Balance zwischen dem herben Ton des Cellos und der perlenden Leichtigkeit des Klaviers.

Melodramatische Elemente dominieren

Im Gegensatz zu Beethoven berührte Schostakowitschs Cellosonate immer wieder durch melodische Gesanglichkeit. Farbige Folkloristik im Kopfsatz und zarte Cello-Pizzicati wechselten mit monotonen Rhythmen des Klaviers im Allegro. Melodisch weich und ruhig sang das Cello im Largo, während im abschließenden Allegro mal groteske, mal melodramatische Elemente dominierten.

Das könnte Sie auch interessieren: Alexander Misko erweist sich bei den „Saitensprüngen“ in Bad Aibling als kreativer Klang-Magier

Chopins Cellosonate op. 65. kennzeichnete eingängige Melodik. Beherzt und schwungvoll spielten Poltéra und Triendl das Allegro moderato. Mit Temperament und Leidenschaft brachten die beiden das Scherzo zum Erklingen, träumerisch und innig strömte das Largo, das an ein romantisches Nachtstück erinnerte. Im Finale zeigten die beiden Interpreten, die hervorragend miteinander harmonierten, noch einmal ihre hohe klangliche Perfektion.

Auch für Sie: Der Mörder sitzt bei den Festspielen im Schloss Amerang im Publikum

Zugabe begeisterte

Nach dem begeisterten Beifall kündigte Poltéra als Zugabe ein kurzes Stück an, das er besonders liebe. Mit einer zarten Romanze von Camille Saint-Saens beendete das Duo einen beglückenden Konzertabend.

Mehr zum Thema

Kommentare