Von Hawaii inspiriert

Die Lieder zu ihrem neuen Album "Honu Lani" schrieb Claudia Koreck auf Hawaii.  Foto rr
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Die Lieder zu ihrem neuen Album "Honu Lani" schrieb Claudia Koreck auf Hawaii. Foto rr

Die Traunsteiner Sängerin Claudia Koreck (26) schaffte 2007 mit dem Lied "Fliang" den Durchbruch. Seitdem hat sie vier Alben veröffentlicht. Die Inspiration für ihr neuestes Werk "Honu Lani" holte sich die Sängerin auf Hawaii.

n Die Lieder Ihres neuen Albums "Honu Lani" entstanden auf Hawaii. Inwiefern hört man ihnen das an?

Hawaii ist ein sehr ursprüngliches Land. Man ist der Natur oft völlig ausgeliefert, wenn der Strom für zwei Tage ausfällt oder es pausenlos regnet. Darum ist "Honu Lani" kein Sommeralbum voller fröhlicher Lieder, sondern enthält viele nachdenkliche Stücke. Jedes meiner Alben spiegelt einen bestimmten Lebensabschnitt wider. Auf "Honu Lani" ist die Ruhe zu spüren, die ich in Hawaii erlebt habe.

n Haben Sie ein Lieblingslied auf dem Album?

Das ist schwer zu sagen, jedes Lied ist auf seine Weise wertvoll. Manche Lieder sind mir aber besonders wichtig, weil sie so intim sind. "Schweigen" ist so eines. Es entstand in einem sehr persönlichen Augenblick.

n Sie haben das Album auf Ihrem neu gegründeten Label "Honu Lani Records" veröffentlicht. Warum entschieden Sie sich zu diesem Schritt?

Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen suchte ich nach neuen Herausforderungen, und es war die richtige Zeit dafür. Zum anderen gibt es bei den großen Plattenfirmen vieles, was mir nicht so passt. Da herrscht ein großer Druck, ständig neue Alben zu veröffentlichen. Ich warte damit aber lieber, bis ich wirklich gute Lieder habe. Musik ist für mich kein Produkt, ich kann Kreativität nicht auf Befehl ausspucken.

n Sie haben vor etwa zwei Jahren geheiratet. Ihr Mann Gunnar Graewert ist auch gleichzeitig Ihr Produzent und macht mit Ihnen Musik. Wie ist es für Sie, so eng mit dem Partner zusammenzuarbeiten?

Für mich ist das sehr schön. Wir haben uns über die Arbeit kennengelernt und sind ein gutes Team. Es erleichtert die Arbeit sehr, dass mein Mann mich so gut versteht und nimmt mir auch viel Stress.

n 2010 wurde Ihr Sohn Timmi geboren. Wie schaffen Sie den Spagat zwischen Musik und Familie?

Das ist zum Glück kein Problem. Wenn ich Auftritte habe, bringe ich meinen Sohn zu meinen Eltern nach Traunstein und die passen auf ihn auf. Sie sind ganz vernarrt in Timmi und er ist sehr gerne dort.

n Sie wohnen ja mittlerweile in München. Verbringen Sie noch viel Zeit in Traunstein?

Ja, natürlich. Ich habe noch viele Freunde und meine Eltern dort. Mein Mann und ich planen auch, wieder nach Traunstein zu ziehen. Ich fände es toll, wenn mein Sohn dort aufwächst, wo auch ich groß geworden bin.

n Mit Ihrem neuen Album gehen Sie wieder auf Tour. Auch beim Rosenheimer Sommerfestival im Mangfallpark werden Sie am Samstag, 13. Juli, um 21 Uhr spielen. Sind solche "Heimspiele" etwas Besonderes für Sie?

Jeder Auftritt ist für mich etwas Besonderes und ich freue mich darauf. Aber "Heimspiele" wie auch schon am Samstag, 16. Februar, um 20 Uhr im Kesselhaus in Kolbermoor oder beim Sommerfestival im Mangallpark sind schon etwas Besonderes. Vor solchen Auftritten bin ich immer sehr aufgeregt und nervös. Vielleicht, weil ich da viele Leute kenne.

. Interview: Ramona Anner

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