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„DEICHELBOHRER“

Grassauer Literaturwettbewerb: Lesen und lesen lassen

Bei der Preisverleihung: Moderatorin Angeline Bauer, Grassaus Bürgermeister Stefan Kattari und Vorleser Manfred Stecher (von links). Auf dem Bildschirm die sechs Kandidatinnen.
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Bei der Preisverleihung: Moderatorin Angeline Bauer, Grassaus Bürgermeister Stefan Kattari und Vorleser Manfred Stecher (von links). Auf dem Bildschirm die sechs Kandidatinnen.
  • VonKlaus Bovers
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Kurzgeschichten-Autoren fand auch der zweite Wettbewerb um den „Grassauer Deichelbohrer“ eine starke Resonanz.

Grassau – Unter Knapp 600 Geschichten wurden bis zum Sommer 2020 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingesandt, was selbst die Jury aus sechs geübten Profis einige Wochen gut beschäftigte. In dem Fall kann Lesen zur Arbeit werden, da machen auch Kurzgeschichten keine Ausnahme. Quasi als Ausgleich stand bei der Preisverleihung das „Lesen lassen“, sprich das genüssliche Zuhören im Vordergrund.

Manfred Stecher trug die Geschichten vor

Für die Online-Veranstaltung war das eine kluge Entscheidung, auch weil die Moderatorin Angeline Bauer einen Vorleser der Extraklasse an ihrer Seite hatte. Manfred Stecher, TV- und Bühnen-Schauspieler aus Rosenheim, war mit seiner geschulten Stimme der Star des Abends.

Er hatte hörbar Spaß an den Geschichten, genau wie die zugeschalteten sechs hoffnungsvollen Kandidatinnen der so genannten Shortlist, die ihren eigenen Geschichten sichtlich gebannt zuhörten.

Wie beim Oscar

Zwar standen im Oktober letzten Jahres die Gewinner bereits fest, doch das Ergebnis blieb ein halbes Jahr unter Verschluss bis zur verschobenen Preisverleihung. Die verlangte in Zeiten der Pandemie nach einer besonderen Form.

Der Festakt in der Grassauer Sawallisch-Villa kam nicht in Frage, doch ganz ohne Publikum wollte man den Deichelbohrer auch nicht verleihen. Also wählte man den Live-Stream, bei dem sich jeder über Youtube zuschalten konnte.

„Anders, aber nicht schlechter“

„Das ist zwar etwas anderes“, sagte Bürgermeister Stefan Kattari bei seiner Begrüßung, „deswegen aber nicht schlechter! Und es gibt keinen Grund, auf bessere Zeiten zu warten, für bessere Zeiten sorgen wir lieber selber!“

Der erste Preis ging an Daniela Esch, Buchhändlerin und Romanautorin aus München, für ihre Geschichte „Was du nicht siehst“.

Nach der Lesung ihrer Geschichten und dem Bildschirm-Applaus der sechs Autorinnen stellte Manfred Stecher vorsichtig die Frage, ob eigentlich nur Frauen zum Wettbewerb eingeladen worden seien. „Natürlich nicht! Dass es nur Gewinnerinnen gibt, ist reiner Zufall!“ versicherte die Moderatorin, denn alle Texte waren für die Jury anonymisiert worden. Wie bei einer Oscar-Verleihung öffnete Kattari zum Schluss drei verschlossene Umschläge, gratulierte den Preisträgerinnen und bedankte sich bei allen übrigen Autoren und den Veranstaltern. Und genau wie beim Oscar gibt es auch beim Deichelbohrer eine Trophäe, die muss heuer allerdings per Post an die Gewinnerinnen verschickt werden.

Deichelbohrer erst wieder 2022

Zum nächsten Deichelbohrer wird erst wieder 2022 eingeladen, denn aktuell präsentiert die Musikschule Grassau erstmals ihren Nachwuchs-Wettbewerb für Volksmusik „Grassauer Haberspitz“. Im kulturellen Grassau wechseln sich also künftig Musik und Literatur im Jahresrhythmus ab. Für alle, die am 5. Februar nicht live dabei waren, gibt es die Veranstaltung bei YouTube online zu sehen.

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