Ein Gesangsfestival aus Rock und Pop

Beschwingter Auftritt:Der Audorfer Chor begeisterte die Zuhörer. Sedlbauer

Kolbermoor –25 Chöre und Gruppen beherbergt der Sängerkreis, nicht alle aber fügen sich passgenau in seine Unternehmungen ein.

Mit ihrem Vorsitzenden Alois Hundhammer als Ini tiator betrat man nun Neuland und lud den Rosen heimer „Con-Brio-Chor“, das Ensemble „FiveLive“ und den „Audorfer Chor“ gleich mal zu einem Konzert ins Kolbermoorer Kesselhaus, das nun mit seinem tollen Ambiente die richtige Bühne für ein wahres Festival an Liedern aus Rock, Pop und mitunter Gospel und Jazz darstellte.

Michaela Käsemann-Wilke hatte ihren „Audorfer Chor“ mit engagierter und energischer Stabführung gut im Griff. So wich die anfängliche Zaghaftigkeit schnell einer wohltuend stimmlichen Sicherheit, die Songs wie „When theres a song“ und Charles Fox’ unvergängliches „Killing me softly“ sehr beschwingt und gepaart mit einer erlebbaren Gesangsfreude erklingen ließ. Für ihren finalen Auftritt wechselten sie auf die kleine Bühne und schon hatte der Klangkörper eine Fülle, die ihm vorher durch eine nicht ganz optimale Tontechnik genommen wurde.

Die Sängerinnen und Sänger von „FiveLive“ profitierten von einer verbesserten Situation, vertrauten auf ihr sicheres Stimmkorsett ohne Notenblatt und warfen ihr ganzes Können in die Arrangements und Songs von „Max Raabe“ bis hin zu Liedern von „Manhattan Transfer“ oder den unverwechselbaren „Wise Guys“. Lässig und humorvoll kamen sie mit „Java Jive“ so richtig auf Temperatur. Mimik und gefällige Präsentation fehlten nicht und nach „Wir hatten eine gute Zeit“ gab es reichlich Beifall eines kundigen Publikums an diesem Sonntagnachmittag.

Herausgeschält hatte sich die feine Truppe aus dem Rosenheimer „Con-Brio-Chor“, der unter der Leitung von Monika Reif das Konzert beschloss, einen stimmlich ausgewogenen Klangkörper aufweist und nun schon auf ein 30-jähriges Bestehen zurückblicken darf. Ausgezeichneter Gesangsvortrag, vokal präsent und optimal textverständlich meisterte der Chor auch seine Hits aus Pop, Rock und Jazz. Kompositionen von Abba, Cy Colemann und George Gershwin erklangen zur Freude der vielen Zuhörer in bestem Format. Choreografisch und einfallsreich wurde da mit elegantem Drive gesungen und natürlich fehlte der berühmte „Barbershop Blues“ auf dem Programmzettel nicht. In „An Irish blessing“ vereinte die drei Akteure am Ende zu einem viel beklatschten und glanzvollen Konzert.

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