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Abstrakte Gemälde von Sabine Bauer in der Galerie Pia Arce in Stephanskirchen

Mit Gefühl für Farbe und Komposition

Sabine Bauer vor ihrem zweiteiligen Gemälde "Lebenslinien".  Foto  jacobi
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Sabine Bauer vor ihrem zweiteiligen Gemälde "Lebenslinien". Foto jacobi

"Sabine Bauer arbeitet sehr genau und kultiviert. Sie spürt die Hintergründe, die wesentlichen Elemente der Kunst und will sie verstehen.

Das Ringen um Lösungen schafft Orientierung und Ordnung auf dem Bild" sagte Professor Dr. Claus Hipp unter anderem über seine Schülerin, zu deren Ausstellung in der Galerie Pia Arce in Stephanskirchen er die Einführungsrede hielt.

Sabine Bauer, Jahrgang 1968, wuchs in Herrsching auf, machte den Abschluss zur Schneidermeisterin und setzte sich seit 1994 mit verschiedenen Techniken des Malens auseinander. Nach verschiedenen Kursen besuchte sie ab 2012 Lehrgänge bei Professor Dr. Claus Hipp an der Sommerakademie in Hohenaschau und fand endgültig zur abstrakten Malerei in Öl, die sie von Beginn an faszinierte sowie zum Zeichnen. Um bei ihren oft ungewöhnlichen Formaten unabhängig zu sein, fertigt sie alle ihre Leinwände selbst. Eine ihrer ersten Arbeiten, die sie bei Professor Hipp in Angriff nahm, gibt ein Beispiel, dass sie auch großes Querformat gut gestalten kann. "Lebenslauf" hat die Künstlerin dieses Bild, das im ersten Raum hängt, betitelt. Die Grundierung mit Pigmenten in mehreren Lagen wurde am Schluss mit Ölfarbe über-malt und das Werden des Bildes im Arbeitsprozess ist für den Betrachter nachvollziehbar. Fein schimmert das Purpur des Untergrundes durch das Weiß des letzten Auftrags. Purpur sind auch die Randelemente, die durch geschickte Malweise Plastizität aufweisen. Im großen Zweiteiler "Lebenslinien" gegenüber setzt sich die kleinere Form in Orange über das lebendig gemalte Graublau des Untergrundes in vergrößerter Form im zweiten Teil fort und die vielen Nuancen der Farbgestaltung kommen auch wieder gut zum Ausdruck. "Vom Anfang zum Ende" hat Sabine Bauer eine andere Arbeit genannt, in der die Fortbewegung des Menschen von zu Beginn auf vier, später auf zwei und schließlich mit Stock auf drei "Beinen" durch vertikale Formen zum Ausdruck kommt. Starkfarbige Dreiecke auf vielschichtigem grünen Untergrund setzte die Malerin ausgewogen in das Bild "Harmonie". Die Jahreszeiten sind das Thema in den Arbeiten "Frühling", das die aufstrebende Energie zeigt, "Sommer" wo die Energie auf hohem Niveau verbildlicht wird, "Herbst", wo sie absteigt und "Winter", mit niedrigem Niveau.

Das Verständnis um Farblehre und Komposition und der Einsatz verschiedener Techniken kommen in den Arbeiten von sehr gut zur Geltung. Mit kräftigen Pinselstrichen sind die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft in starken Farben umgesetzt. Manchmal sind Wörter in vielen Sprachen in einer Komposition mit Übermalungen nur für die Künstlerin noch auszumachen, sie gehören für sie zum Entstehen und Vollenden einer Arbeit. "Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen" nennt sie so eine Komposition, denn der Anfang kann eine zündende Idee sein, dann aber ist es spannend, wie es weitergeht. "Die eigene Freude an den Bildern teilt sich dem Betrachter mit", sagte Professor Hipp am Ende seiner Rede und er bescheinigte Sabine Bauer Individualität, Ideenreichtum, ein gutes Gefühl für Farbe und Komposition sowie das nötige handwerkliche Können.

In Sabine Bauers Ausstellung in der Galerie Pia Arce in Stephanskirchen können sich die Besucher noch bis zum 10. Juli dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon 08031/7009090 davon überzeugen.

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