Franz von Pocci und der Humor

Mit „Herme des Pasquillanten“ karikiert Pocci sich selbst.
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Mit „Herme des Pasquillanten“ karikiert Pocci sich selbst.

Seeon – Einem genialen bayerischen Original widmet sich die Ausstellung „Franz von Pocci und der Humor“ im Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon ab Samstag, 31. Oktober.

Franz Graf von Pocci (1807 – 1876) gehört zu den schillerndsten Persönlichkeiten der bayerischen Geschichte. Seine berufliche Laufbahn als Zeremonienmeister, Hofmusikmeister und Oberstkämmerer vollzog sich am Hof der bayerischen Könige Ludwig I., Max II. und Ludwig II. – quasi in seiner Freizeit aber war er ein künstlerischer Tausendsassa: Pocci war Zeichner, Satiriker, Landschaftsmaler, Komponist, Dichter, Theaterautor, Mitbegründer einer Münchner Herrengesellschaft, zarter Spötter, hyperaktiver Kreativer und Dilettant voller Selbstzweifel. Sein bekanntestes Werk sind die über 40 Puppenkomödien rund um den Kasperl Larifari. Franz von Pocci hinterließ der Nachwelt unzählige Karikaturen und Aquarelle – zudem rund 600 Musikstücke. Seine besondere Liebe zu den Kindern spricht aus der Fülle seiner Bilderbücher, Illustrationen, Lieder und Gedichte für das kleine Volk.

Die Ausstellung in Kloster Seeon in Kooperation mit der Fachberatung Heimatpflege des Bezirks Oberbayern und der Franz-von-Pocci-Gesellschaft läuft bis 21. März 2021. Sie kann, bei freiem Eintritt, die ganze Woche über, außer am Dienstag, von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden – und bietet die beste Gelegenheit, Graf Pocci wieder zu entdecken. Ergänzend gibt es ein Rahmenprogramm mit Führungen (14. November, 13. Februar, 13. März, jeweils 14 Uhr), Kasperltheater (19. Dezember, 15 Uhr), Zeichenworkshop (13. Februar, nachmittags) und einen Marionettenbaukurs (13. und 14. Februar, vormittags). Infos unter kloster-seeon.de.

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