Festival „Look into the Future“: Burghausens dritter „Blick in die Zukunft“

Der französische Cellist Vincent Ségal bestreitet das Auftaktkonzert des progressiven Festivals.
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Der französische Cellist Vincent Ségal bestreitet das Auftaktkonzert des progressiven Festivals.

Grenz- und genre-übergreifend: Konzerte finden vom 20. bis 23. August im Kloster Raitenhaslach statt. Den Auftakt macht der französische Cellist Vincent Ségal.

Burghausen – Vom Donnerstag, 20., bis Sonntag, 23. August, findet nun bereits zum dritten Mal das Festival „Look into den the Future“ im Kloster Raitenhaslach statt. Das Festival verbindet aktuelle Musik- und Kunstströmungen miteinander und bringt sie in Austausch. Grenzüberschreitend und genreübergreifend sind auch in diesem Jahr acht international bekannte Künstler dabei, die Kreativität zur gemeinsamen Sprache werden zu lassen.

Die beliebten Publikumsgespräche, die einen direkten Austausch zwischen den Künstlern und ihren Gästen ermöglichen, werden von den Gebrüdern Keusch und Tom R. Schulz moderiert. Die Karten sind im Bürgerhaus und bei der Tourist-Info erhältlich. Es gibt auch einen Festivalpass für 70 Euro.

Der Reigen wird am Donnerstag. 20. August, um 18 Uhr vom Cellisten Vincent Ségal eröffnet. Der Franzose, der schon zusammen mit Sting gearbeitet hat und Filmmusiken für preisgekrönte Filme komponiert hat, spielt im Innenhof des Klosters im Alleingang Musik von Oliver Messian oder Elvis Costello bis hin zu Samba, Choro und Salsa begeistern.

Zwischen Hip-Hop und alpenländischer Volksmusik

Weiter geht es am Freitag um 19 Uhr mit einem ungewöhnlichen musikalischen Aufeinandertreffen: Zabine Kapfinger, die schon mit Hubert von Goisern gesungen hat und aktuell oft im österreichischen Fernsehen zu sehen ist, hat extra für das diesjährige Festival ein Programm zwischen Rap, House, Hip-Hop und alpenländischer Volksmusik konzipiert. Nach der Konzertpause mit dem Publikumsgespräch will der französische Schlagzeuger, Sänger und DJ Cyril Atef alias Papatef „Musik zum Tanzen“ liefern: African Tracks, Reggae, Dub, Hip-Hop, South American, Carribean sowie House & Techno stecken dem Sohn einer afrikanischstämmigen Französin und eines Iraners, der in Berlin geboren wurde und zeitweise in Los Angeles aufgewachsen ist, in Fleisch und Blut. In der Pariser Szene ist Musiker derzeit sehr gefragt.

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Temperamentvoll wird es auf der Open-Air-Bühne in Raitenhaslach am Samstag. Ab 19 Uhr ist dort die Spanierin Ana Morales zu Gast, die unter den Fachleuten in ihrer Heimat als eine der besten zeitgenössischen Flamenco-Tänzerinnen gilt. Begleitet wird sie in dem speziell für diesen Anlass zwischen Tradition und Moderne konzipierten Programm von dem m spanischen Sänger Juan José Amador.

Zum Abschluss gibt es am Sonntag um 11 Uhr im Ankersaal eine Uraufführung des Künstlers Frank-Martin Strauß alias „FM Einheit“. Mit einer musikalischen Live-Performance wird das Mitglied der Kultband „Einstürzende Neubauten“ den sowjetischen Stummfilm „Kosmische Reise“ von Vasilij Uravlëv von 1936 vertonen. Darüber, wie FM Einheit diesen bis in die 1980er Jahre selbst in der ehemaligen Sowjetunion zurückgehaltenen Film mit seinen spektakulären Tricktechniken, der „im Westen“ sogar erst vor wenigen Jahren auftauchte, entdeckt hat, wird es ebenfalls anschließend eine Möglichkeit zum Gespräch geben. Peter Becker

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